Hoya 26.04.2018 Von Die Harke

Lebenslange Achtsamkeit ist erforderlich

In Hoya gründet sich am Freitag, 25. Mai, eine neue Gruppe von Bezugspersonen an Zöliakie Erkrankter

Ein Elternpaar gründet am 25. Mai in Hoya mit Unterstützung der KIBIS, Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Nienburg, eine Elterngruppe von Kindern im Kleinkind- oder Grundschulalter und betroffene Erwachsene, die an Zöliakie erkrankt sind. Gruppentreffen sind 14-täglich an einem Feitag Nachmittag vorgesehen. Die Eltern berichten, dass ihr Kind drei Jahre sei. Angefangen habe alles mit dem aufgeblähten Bauch. Nach und nach sei das Kinder immer träger und müder geworden, wollte nicht mehr spielen, nur sitzen. „Wir sind von einem Arzt zum anderen gegangen. Trotz zahlreicher durchgeführten Untersuchungen und verordneten Medikation ist keine Verbesserung des Zustandes eingetreten.“ Während eines Krankenhausaufenthaltes wegen einer Lungenentzündung machten die Eltern noch einmal auf den aufgeblähten Bauch aufmerksam.

Die ersten Untersuchungen folgten. Vermutet wurde die Krankheit Zöliakie. Erst nach weiteren gezielten Untersuchungen stand das Ergebnis fest. Das Kind leidet an einer lebenslang bestehenden Zöliakie (Glutenunverträglichkeit).

Zuhause sei das Achten auf und das Weglassen von glutenhaltigen Stoffen einigermaßen handelbar. Auf Feiern und im Kindergarten sei das schon schwieriger. Auch in Spielmaterialien, wie in Knete, seien glutenhaltige Stoffe enthalten.

Wie gehen andere Eltern mit der Erkrankung ihres Kindes um, welche Sorgen, Nöte und Ängste beschäftigt sie? Wie gehen sie mit der Belastung um, permanent wachsam sein zu müssen, zu beachten, welches Lebensmittel gefährlich sein könnte? Wie ertragen sie es, kaum am richtigen Leben teilnehmen zu können, sich durch die Krankheit eingeschränkt und außen vor zu fühlen?

Von erwachsenen Betroffenen erhoffen sich die Initiatoren Antworten auf die Frage, was die Zukunft bringt, was vielleicht noch auf sie zukommt, zum Beispiel wenn das erkrankte Kind auf Klassenfahrt geht, und wie der Verlauf im Jugend und jungen Erwachsenenalter aussehen kann.

Weiterführende Informationen zu sämtlichen Angeboten gibt die KIBIS unter (0 50 21) 97 35 25 am Dienstag von 9 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung oder per E-Mail an selbsthilfe. nienburg@paritaetischer.de

Wer Zeit und Adresse des Gründungstreffens erfahren möchte, wende sich an KIBIS unter obigen Kontaktdaten.

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Erstellt:
26. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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