Lebensmittel aus dem Internet © highwaystarz / Fotolia

Lebensmittel aus dem Internet © highwaystarz / Fotolia

17.11.2016 Von Alan Smithee

Lebensmittelangebot im Internet: Trends, Konzepte und Start-ups

Während sich Shopping im Internet in nahezu allen Sektoren in Deutschland durchgesetzt hat, entwickelte sich der Trend des Online-Lebensmittelkaufs und weiterer Angebote im Zusammenhang mit Nahrung erst langsam. Zunehmend erkennen jedoch gerade Personengruppen mit nur wenig Zeit zum Einkaufen oder Kochen die Berechtigung von Online-Einkaufsservices.

Etabliert ist etwa das Angebot des inzwischen zur Deutsche Post DHL gehörenden Online-Supermarktes Allyouneed Fresh. Bereits 2010 unter dem Namen Allyouneed gegründet, gehört der Anbieter nun zu den größten Internet-Supermärkten. Mit der Zugehörigkeit zur DHL entwickelte er sich nicht nur im Bereich der Lebensmittel sondern auch in der Logistik und Zustellung zu einem der wichtigsten und schnellsten Services.

Neben den Online-Supermärkten etablierter Anbieter entdeckt vor allem die Start-up Szene in Deutschland den Food-Sektor für sich und überrascht mit einer großen Vielfalt an neuen Modellen und vielversprechenden Konzepten.

Weitere Entwicklungen: Start-ups und ihre Modelle

Unabhängig von den klassischen großen Internet-Supermärkten finden sich unter Gründern und Start-ups eine Reihe von eigenständigen Modellen. Der Internet-Inkubator Rocket Internet, der mehrere Ableger unterstützt, spricht in diesem Zusammenhang schon von einer Aufbruchsstimmung

Lebensmitteleinkäufe und Rezepte

Mit dem Berliner Angebot HelloFresh findet sich einer dieser Ableger. Die HelloFresh AG bietet ein Abonnement-System und die Lieferung von Nahrung und Rezepten ins Haus. Präsent in sieben Ländern, verzeichnet das Start-up eine wachsende Abonnentenzahl und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Der Project A Ableger Kochzauber gehört ebenfalls in diese Kategorie. Weitere Angebote an Rezepten und Lebensmitteln finden sich bei Anbietern wie Schlemmertüte, KommtEssen und das inzwischen an Marley Spoon verkaufte Österreichische Unternehmen Kochabo. Das Berliner Start-up Marley Spoon liefert vorportionierte Zutaten samt Rezepten zum einfachen Nachkochen an seine Kunden. Hierbei bietet das Unternehmen die Möglichkeit, wöchentlich mehrere Gerichte auszuwählen. Dies ist bei den meisten alternativen Anbietern nicht möglich. Zudem arbeitet Marley Spoon nicht mit einem Abo-Modell. Daneben gibt es auch Anbieter, die Lebensmittel nicht direkt an die Kunden liefern, sondern mehrere Abholstationen betreiben, an denen Kunden das Gericht mitnehmen können.

Fertige Mahlzeiten

Nicht nur einzelne Lebensmittel und Rezepte, sondern auch der Online-Versand vollständig zubereiteter Mahlzeiten gehören zu den Trends im Foodsektor. So bietet etwa Anbieter eatclever eine größere Auswahl frisch zubereiteter Speisen, die im Bereich Hamburg und Hannover innerhalb von 50 Minuten beim Kunden zugestellt werden sollen. Mit dem Start-up EatFirst befindet sich auch in dieser Kategorie ein Ableger von Rocket Internet. In London und Berlin liefert dieses Unternehmen innerhalb von 15 Minuten fertig zubereitete Speisen an Kunden. Auf die Belieferung kleiner und mittlerer Unternehmen hat sich der Anbieter Kulinado spezialisiert. Zur Mittagszeit liefert das Unternehmen Speisen an Firmen aus und wirbt zudem mit 100 Prozent Bio-Qualität.

Regionale Produkte und Bio-Produkte

Als nachhaltiges Konzept und Supermarkt-Alternative versteht sich das Kölner Start-up Bauerntüte. Die angebotenen Produkte stammen aus landwirtschaftlichen Betrieben, sind bei Discountern nicht erhältlich und entstehen oft in Handarbeit. Damit will der Gründer gleichermaßen kleine Landwirtschaftsbetriebe fördern.

Zum Artikel

Erstellt:
17. November 2016, 16:57 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.