Ein Defibrillator für Sarninghausen: Ortsbrandmeister Matthias Wege (links) und Ortsvorsteher Thorsten Koop zeigen das 2100 Euro teure Gerät und dessen Platz am Feuerwehrhaus. Foto: Graue

Ein Defibrillator für Sarninghausen: Ortsbrandmeister Matthias Wege (links) und Ortsvorsteher Thorsten Koop zeigen das 2100 Euro teure Gerät und dessen Platz am Feuerwehrhaus. Foto: Graue

Sarninghausen 01.04.2020 Von Jörn Graue

Lebensretter hängt an der Wand

Ein Defibrillator befindet sich jetzt am Sarninghäuser Feuerwehrhaus / Mit Spenden finanziert

Seit einigen Tagen hängt ein Lebensretter am Feuerwehrhaus in Sarninghausen. Die Rede ist von einem Defibrillator, der bei Herzrhythmus-Störungen oder womöglich einem akuten Herzstillstand zum Einsatz kommt. Finanziert hat ihn die Sarninghäuser Dorfgemeinschaft durch Spenden.

Das Feuerwehrhaus liegt zentral in der Ortschaft und ist daher aus allen Himmelsrichtungen gut zu erreichen. Somit kann das Gerät bei einem medizinischen Notfall im privaten Umfeld schnell herbeigeholt werden. „Wenn zwei Personen daheim sind, kann eine mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen und einen Notruf absetzen, während die andere den Defibrillator holt“, erläutert Sarninghausens Ortsbrandmeister Matthias Wege. Er betont, dass allerdings immer zuerst über den Notruf 112 der Rettungsdienst zu alarmieren ist.

Darüber hinaus befindet sich im Gerätehaus seit einigen Jahren der Jugendraum, der bei Bedarf vom Schulungsraum abgetrennt werden kann. Kurz: In dem Gebäude kommen in Nicht-Krisenzeiten immer wieder zahlreiche Menschen zusammen. So kann das Gerät bei Bedarf auch direkt vor Ort eingesetzt werden. Laut Wege wird die Feuerwehr den Defibrillator auch zu bestimmten Einsätzen, wie zum Beispiel zu Verkehrsunfällen, mitnehmen.

Der Defibrillator sagt automatisch an, was zu tun ist.

Matthias Wege, Ortsbrandmeister

„Der Defibrillator sagt automatisch an, was zu tun ist“, sagt der Ortsbrandmeister. Die Anschaffung ermöglicht haben unterschiedliche Spenden. 800 Euro gab es von der Nienburger Bollmanns Stiftung, deren Vermögen aus dem Verkauf des einstigen Krankenhauses in der Kreisstadt stammt. Rund 900 Euro übernimmt die Jagdgenossenschaft Sarninghausen unter dem Vorbehalt, dass die wegen der Corona-Pandemie verschobene Mitgliederversammlung der Ausgabe im Nachgang zustimmt. Hinzu kommen 200 Euro, welche die Ortschaft vor einigen Wochen von der Steyerberger Firma Nordmann erhalten hatte und weitere 200 Euro als Einzelspende von dem Sarninghäuser Günter Kraft.

„Wir hoffen, dass wir das Gerät nie brauchen“, sagte Ortsvorsteher Thorsten Koop. Über die Dorfgemeinschaft sollen laut Wege noch Termine für fachkundige Einweisungen zum Umgang mit dem Gerät organisiert werden. Eine solche Einweisung hätte bereits für die Mitarbeiterinnen eines örtlichen Spargelhofs stattgefunden, so der Ortsbrandmeister.

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Erstellt:
1. April 2020, 16:45 Uhr
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