Nikias Schmidetzki DH

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Guten Tag 01.10.2018 Von Nikias Schmidetzki

Lecker, aber auch sehr gefährlich

An Pilzen scheiden sich die Geister, für manche sind sie die Krönung einer deftigen Mahlzeit, für andere versauen sie jede Pizza. Knifflig wird es vor allem, wenn sie nicht schon zum Verkauf vorbereitet sind. Um keine böse Überraschung zu erleben, geben die Johanniter zum Start der Pilzsaison Tipps für sicheren Genuss. „In den letzten Jahren sind zahlreiche Vergiftungsfälle mit Knollenblätterpilzen registriert worden“, erklärt Dr. Hans-Peter Reiffen, Landesarzt der Johanniter in Niedersachsen und Bremen. „Häufig wird er mit wilden Champignons verwechselt. Unbehandelt verläuft die Vergiftung immer tödlich“, warnt Reiffen. Sobald sich Sammler nicht absolut sicher sind, ob ein Pilz genießbar ist oder nicht, sollten sie ihn auf keinen Fall essen.

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Verwechslung, ist rasches Handeln geboten „Typische Symptome bei einer Pilzvergiftung, die auch erst Stunden oder sogar Tage nach der Mahlzeit auftreten können, sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche oder eine Gelbfärbung der Haut“, erklärt der Landesarzt. „Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte man sofort den Rettungsdienst rufen sowie alle Pilzreste und gegebenenfalls Erbrochenes aufbewahren“, empfiehlt der Experte. „Ärzte können so die Art des Giftes feststellen lassen und die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten.“

Gefährlich werden können aber auch Speisepilze, wenn sie nicht richtig aufbewahrt werden. Zu Vergiftungen komme es häufig, wenn sie zu lange aufgehoben, falsch gelagert oder nicht richtig zubereitet wurden. Denn auch genießbare Pilze sind im rohen Zustand meistens giftig. Ausnahmen bilden Zuchtchampignons und Steinpilze.

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Erstellt:
1. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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