Helge Nußbaum DH

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14.08.2016 Von Helge Nußbaum

Leg doch mal das Ding weg

Das Handy, ups, nein, natürlich das Smartphone ist für die meisten Menschen ein ständiger Begleiter, leider auch für mich. Aus „Nur-mal-kurz-die-Mails-checken“ wird meist noch „Kurz-bei-Facebook-reinschauen“ und „Kam-da-nicht-eben-eine-Whatsapp-Nachricht-rein?“ Ständig klebt man vor dem kleinen Bildschirm seines elektronischen Begleiters. Guten Tag

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Nußbaum

Sportredaktion

Der französische Fechter Enzo Lefort schoss jetzt in Rio allerdings den Vogel ab. Mitten im Kampf um den Achtelfinal-Einzug bei den Olympischen Spielen gegen den Deutschen Peter Joppich fiel ihm plötzlich sein Smartphone aus der Gesäßtasche. Zufällig auch noch das Gerät eines Hauptsponsors der Sommerspiele. Lefort lag zu diesem Zeitpunkt deutlich in Führung, doch nachdem Joppich dem Franzosen lässig sein Gerät aufhob und reichte, gelang selbigem gar nichts mehr – Joppich gewann noch mit 15:13.

Eine Geschichte, die mir mal wieder vor Augen führt: Leg doch mal das Ding weg. Das Smartphone lenkt viel zu oft von den wesentlichen Dingen des Lebens ab, zudem ist es in manchen Situationen einfach unhöflich, ständig das Handy in der Hand zu haben. Eine Freundin verpasste zuletzt sogar, in Nienburg aus dem Zug zu steigen, da sie völlig losgelöst vor ihrem Smartphone-Bildschirm klebte. Die Konsequenz war: Ich durfte sie von der nächsten Station in Eystrup abholen. Wir haben darüber gelacht – anscheinend normal in der heutigen Zeit. Ab sofort werde ich jedoch wieder vermehrt darauf achten, das mobile Leben ein wenig einzuschränken.

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Erstellt:
14. August 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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