Die Streikaktion an der Astrid-Lindgren-Schule Nienburg.  GEW Nienburg

Die Streikaktion an der Astrid-Lindgren-Schule Nienburg. GEW Nienburg

Landkreis 03.02.2017 Von Die Harke

Lehrer haben gestreikt

Rund 30 Angestellte aus dem Landkreis Nienburg beteiligten sich an Aktionen

An Schulen im Landkreis haben tarifbeschäftige Angestellte gegen die zunehmenden Belastungen bei nicht steigenden Löhnen protestiert. Sie folgten damit dem landesweiten Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu Warnstreiks. In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben nach Gewerkschaftsangaben rund 350 Beschäftigte an Schulen ihre Arbeit niedergelegt. Allein aus dem Kreis Nienburg beteiligten sich rund 30 Angestellte an dem Warnstreik. Die sozialpädagogischen Fachkräfte, Schulsozialarbeiter und tarifbeschäftigte Lehrkräfte aus rund 30 Schulen waren einem Aufruf der GEW Niedersachsen zu einem ganztägigen Warnstreik in der Tarifrunde 2017 bei den Ländern gefolgt.

Beschäftigte an Schulen in Hannover, der Region Hannover, Osterode, Goslar, Osnabrück, Nienburg, Hameln, Stolzenau, sowie in Braunschweig, Wolfsburg und Peine bestreikten am Vormittag ihre Schulen und nahmen anschließend an der zentralen Warnstreikkundgebung in Hannover teil.

In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen auf Kosten der Beschäftigten zu sparen ist ein Skandal.

Am Kundgebungsort, dem Kröpke, rief die stellvertretende Vorsitzende der GEW Niedersachsen, Laura Pooth, vor den Streikenden die Arbeitgeber dazu auf, endlich ein Angebot für eine Lohnerhöhung vorzulegen. Sie kritisierte massiv die Haltung der Arbeitgeber: „In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen auf Kosten der Beschäftigten zu sparen ist ein Skandal. Wir werden uns weiterhin vehement für eine gute Bezahlung stark machen“, führte Pooth aus.

Sie wies auf die schlechten Arbeits- und Einkommensbedingungen der pädagogischen Mitarbeiter und Schulsozialarbeiter hin. „Zwangsteilzeit und befristete Verträge gehören endlich abgeschafft, um gute Arbeit an den Schulen leisten zu können“, so Laura Pooth. Sie fordert die Länderarbeitgeber auf, die Bezahlung an die bei den Kommunen anzugleichen, sonst würden die Länderbeschäftigten auf Dauer abgehängt.

Rüdiger Heitefaut, Tarifsekretär der GEW, forderte die Streikenden am Ende der Kundgebung dazu auf, sich in den Tagen vor der dritten Verhandlungsrunde auf weitere Streiks vorzubereiten. „Wir sehen uns bald wieder“, schloss er die Kundgebung.

GEW, [DATENBANK=247]Verdi[/DATENBANK] und Polizeigewerkschaft fordern eine Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen um sechs Prozent und eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 90 Euro sowie den Ausschluss sachgrundloser Befristungen. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16. und 17. Februar statt.

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Erstellt:
3. Februar 2017, 21:00 Uhr
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