Burkhard Benecke und Yvonne Siemering haben den Bürgerentscheid initiiert. Foto: IG Ja zur GS

Burkhard Benecke und Yvonne Siemering haben den Bürgerentscheid initiiert. Foto: IG Ja zur GS

Drakenburg 30.09.2020 Von Die Harke

„Lehrkräfte bewerben sich erst“

Bürgerinitiative Ja zur Grundschule äußert sich zum Bürgerbegehren

„Kurz vor dem Bürgerentscheid am kommenden Sonntag – ob die Grundschule Haßbergen wieder uneingeschränkt Bestand hat und die Grundschule Drakenburg wiedereröffnet wird – werden vermehrt Thesen laut, mit denen es aufzuräumen gilt“, betont die Bürgerinitiative „Ja zur Grundschule“ in einer Pressemitteilung.

Eine schlechte Lehrerversorgung werde oft ins Feld geführt, um gegen die Wiedereröffnung der Grundschule Drakenburg zu argumentieren. Die Konferenz der Kultusminister spreche weiterhin von einer sich stetig verbessernden Lage der offenen Lehrerstellen. „Bereits ab 2021 – so prognostiziert die Konferenz – gibt es eine Überversorgung bei den Grundschullehrern“, sagt Burkhard Benecke, Sprecher der Initiative.

Die Interessengemeinschaft „Ja-zur-GS“ stehe mit drei Lehrkräften in Kontakt, welche sich fest auf nach dem Bürgerentscheid auszuschreibenden Stellen an der Grundschule Drakenburg bewerben werden. Selbstverständlich habe die Landesschulbehörde von diesen Lehrkräften noch keine Kenntnis, da aktuell noch keine Stellen ausgeschrieben sind und Bewerbungen generell erst ab dem 1. Oktober für das jeweils nächste Jahr eingehen können.

„Durch eine Wiedereröffnung der Grundschule Drakenburg, wird sich die Personalsituation der Lehrkräfte in der Samtgemeinde Heemsen enorm verbessern“, sagte Yvonne Siemering von der Interessengemeinschaft. „Investitionen die an der Grundschule Drakenburg vor einer Wiedereröffnung zu tätigen sind – die Verwaltung spricht von rund 100.000 Euro für die Sanierung der Toiletten – werden gerne genutzt, um bei den Bürgern der Samtgemeinde Angst zu schüren. So wird beispielsweise verbreitet, dass aufgrund dieser Investitionen die Grundsteuer erhöht werden muss und Gelder für kommunale Einrichtungen wie z.B. die Feuerwehr fehlen werden. Bei Betrachtung des Gesamthaushaltes der Samtgemeinde, der in etwa sechs Millionen Euro umfasst, fällt es allerdings schwer, diesen Aussagen zu folgen.“

„In den letzten Jahren wurden in den Schulstandort Heemsen mehrere Millionen investiert, doch von Steuererhöhung und schlechter Ausstattung der Feuerwehr war nichts zu hören. Es ist doch sehr traurig, dass hier anscheinend bewusst Populismus betrieben wird, um uns Einwohner der Samtgemeinde zu verunsichern“, so Burkhard Benecke. „Aktuell ist oft zu hören, dass die Grundschule Haßbergen hervorragend aufgestellt ist und eine großartige pädagogische Arbeit leistet, weshalb diese Schule auf keinen Fall geschlossen werden darf.

Dieser Aussage kann sich die IG Ja-zur-GS uneingeschränkt anschließen. Der Unterschied ist jedoch, dass „Ja-zur-GS“ diese Meinung schon immer vertreten hat, aber viele jener Politiker, welche damit zur Zeit hausieren gehen, ihre Meinung merkwürdigerweise um 180 Grad drehten. So waren sie doch noch 2018/19 der Überzeugung, dass auch die Grundschule Haßbergen sofort geschlossen werden müsse. Diese plötzliche Sinneswandlung ist nur damit zu erklären, dass der Bürgerentscheid unmittelbar bevorsteht.“

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Erstellt:
30. September 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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