Wie in der Fernsehsendung „1, 2 oder 3“ sollten Kinder Fragen beantworten. Foto: Schmidetzki

Wie in der Fernsehsendung „1, 2 oder 3“ sollten Kinder Fragen beantworten. Foto: Schmidetzki

Nienburg 17.07.2022 Von Nikias Schmidetzki

Schulaktion

Lernen, Rätseln, Aufgaben lösen: Nienburger Gymnasiasten lernten (fast) alles über Albert-Schweitzer

Über den Namensgeber ihrer Schule dürften nun auch die aktuellen Fünftklässler der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule (ASS) bestens informiert sein. Später als sonst haben sie sich von den Sechstklässlern über Leben und Wirken des Universalgelehrten spielerisch belehren lassen. Ein Gewinn war das auch für die künftigen Siebtklässler, die sich intensiv mit Schweitzer auseinandersetzten.

Seit Jahren schon ist es Tradition, dass sich die Mädchen und Jungen aus dem jeweiligen sechsten Jahrgang mit Albert Schweitzer befassen und dieses Wissen an die „Neuen“ weitergeben. Im Normalfall passiert das gegen Ende des ersten Halbjahres. Wie bei so vielen Dingen ließ Corona die Schule die Veranstaltung nun um ein gutes halbes Jahr nach hinten schieben. Nun lernten die Kinder den Namenspaten ihrer Schule erst zum Ende ihres ersten Gymnasial-Schuljahres besser kennen.

Vielleicht entdeckt auch ihr etwas Verbindendes.ASS-Schulleiter Dr. Sebastian Wegener

Schulleiter Dr. Sebastian Wegener hob eingangs die Bedeutung hervor, etwas mit dem Namensgeber der ASS persönlich zu verbinden. Namensgeber, meinte er, seien prägend für von ihm vertretene Werte. Er selber habe herausgefunden, dass Albert Schweitzer Orgel gespielt habe – wie Dr. Wegener selbst auch. Das habe für ihn eine persönliche Verbindung zu Albert Schweitzer geschaffen. „Lernt Albert Schweitzer kennen, vielleicht entdeckt auch ihr etwas Verbindendes“, gab der Direktor den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg.

Schulleiter Dr. Sebastian Wegener begrüßte die Schülerinnen und Schüler. Foto: Volkhausen

Schulleiter Dr. Sebastian Wegener begrüßte die Schülerinnen und Schüler. Foto: Volkhausen

So erkundeten die Kinder des fünften Jahrgangs in verschiedenen Räumen und auf dem Außengelände, was der nächsthöhere Jahrgang vorbereitet hatte.

Viele kleine Stationen mit Infos und Rätseln warteten auf die Teilnehmenden.Foto: Schmidetzki

Viele kleine Stationen mit Infos und Rätseln warteten auf die Teilnehmenden.Foto: Schmidetzki

Verschiedene kleine Rätsel mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Klasse 6a lösen. Wer sich vorab gut informiert hatte, wusste die Lösungen etwa bei Lückentexten und vermischten Buchstaben.

Eine Tagesschau und Stop-Motion-Szenen

Mit kleinen Interviews, für die Kinder in die Rolle Schweitzers oder seiner Wegbegleiter schlüpften, sowie gespielten Szenen aus dem bewegten Leben des Namenspaten, brachte Klasse 6b den Fünftklässlern ihr Wissen näher. Sie hatten eine Spezialausgabe der Tagesschau vorbereitet – Moderation und Schalten zu unterschiedlichen Wirkungsstätten inklusive.

Für Gesprächsrunden schlüpften Kinder in die Rollen Schweitzers und seiner Weggefährten. Foto: Schmidetzki

Für Gesprächsrunden schlüpften Kinder in die Rollen Schweitzers und seiner Weggefährten. Foto: Schmidetzki

Einen Stop-Motion-Film hatten die Kinder aus Klasse 6c produziert. Genau genommen waren es mehrere kleine Clips, die zu einem zusammengefügt waren. Mit Playmobilfiguren und aus Legomännchen stellten die Nachwuchs-Produzenten so das Leben Schweitzers nach.

Auch mit kleinen Stop-Motion-Filmen wurde Schweitzers Leben dargestellt.Foto: Schmidetzki

Auch mit kleinen Stop-Motion-Filmen wurde Schweitzers Leben dargestellt.Foto: Schmidetzki

Wuselig ging es im Klassenraum der 6 d zu. Auf Plakaten hatten die Schülerinnen und Schüler die Biografie Schweitzers aufgeschrieben – von der Geburt über sein Wirken bis zum Tod. Den Fokus bildete aber das Leben in Lambaréné im zentralafrikanischen Gabun. Dort hatte Schweitzer ein Krankenhaus gegründet. Auf einem Fragebogen sollten die Gäste aus dem fünften Jahrgang schließlich möglichst viele Fragen beantworten. Die Zeit war knapp. Wer sich geschickt aufgeteilt hatte, konnte gleichzeitig die Antworten auf mehrere Fragen herausfinden. Gefragt war also auch Kooperation und Miteinander.

Mehrere kleine Stationen auf dem Schulhof

Auf den Schulhof war die Klasse 6e ausgewichen. Sie brauchte für ihre Aktionen Platz, viel Platz. Dort durften die Mädchen und Jungen der fünften Klassen lernen und toben gleichzeitig. Fragen galt es etwa zu beantworten im Stil der Sendung „1, 2 oder 3“, Geschicklichkeit zu beweisen beim Balancieren und Werfen. Selbst für den Weg zwischen den einzelnen Stationen hatten sich die Albert-Schweitzer-Experten etwas einfallen lassen. Unter anderem konnte dieser auf Bobby-Cars zurückgelegt werden oder hüpfend durch Gymnastikringe.

Bei den Albert-Schweitzer-Tagen brachten Sechstklässler Fünftklässlern das Leben des Namensgebers ihrer Schule näher. Da ging es auch mal wuselig zu. Foto: Schmidetzki

Bei den Albert-Schweitzer-Tagen brachten Sechstklässler Fünftklässlern das Leben des Namensgebers ihrer Schule näher. Da ging es auch mal wuselig zu. Foto: Schmidetzki

Am Ende dürften die Vorbereitung und die Stationen selbst sowohl den Sechstklässlern als auch den Fünften etwas gebracht haben – neues Wissen und gemeinsames Arbeiten an einem Thema.

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Erstellt:
17. Juli 2022, 14:30 Uhr
Lesedauer:
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