Lernen trotz „lockerer“ Lehrer

Lernen trotz „lockerer“ Lehrer

Austausschüler (von links): Juliette Figueiredo (Frankreich), Jaqueliné Christiné Chodorowska, Pierre Coudurier-Curveur (Frankreich), Carina Kleinschmidt, Tom Kleinschmidt, Catalina Arboleda Fernandes (Kolumbien), Sofia Marquez (Kolumbien), Luisa Henao (Kolumbien), Teo Saksohoff (Argentinien) und Silvan Robin Schwessinger. JBG Hoya

Seit dem zweiten Schulhalbjahr empfängt das Johann-Beckmann-Gymnasium besonders viele Austauschschüler aus Argentinien, Chile, Kolumbien und Frankreich. Alle französischen Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren sind über das Voltaire-Programm nach Hoya gekommen. Die ausländischen Gastschüler tauchen dabei ein halbes Jahr in die deutsche Kultur ein. Sie leben in deutschen Familien und nehmen ganz regulär am Unterricht des Johann-Beckmann-Gymnasiums teil. Gleiches gelte für die deutschen Austauschpartner, die französische Gäste aufgenommen haben, wenn sie das nächste halbe Schuljahr in Frankreich verbringen. Die deutschen Schüler, die südamerikanische Gastschüler aufgenommen haben, würden hingegen nicht zwingend einen Gegenbesuch machen. Auch wenn die Gastschüler teilweise mit kulturellen Unterschieden konfrontiert seien, Freunde und Familie fehlten, meisterten sie diese Herausforderung mit viel Mut und Offenheit.

Auf die Frage der Mitschüler, warum sie an dem Programm teilnehmen, antworteten Juliette Figueiredo (Frankreich) und Pierre Coudurier-Curveur (Frankreich), dass sie vor allem ihr Deutsch verbessern und neue Freundschaften schließen möchten. In ihrer Faszination für die deutsche Kultur müssten sie sich an „flexible Essenszeiten“ und „das ständige Essen zwischendurch“ anpassen. Pierre wundert sich, dass die Schüler am JBG erstaunlich viel lernen würden und selbstständig arbeiteten, obwohl die Lehrer doch ziemlich „locker“ drauf seien.

Luisa Henao Valencia (Kolumbien) berichtet von der Selbstständigkeit und der Mobilität, die sie als 15-Jährige erleben dürfe. Das Zugfahren, ohne dass sie vom Erwachsenen begleitet werden müsse, empfinde sie als Unabhängigkeit. Sie sagt, dass der Austausch für sie mit allen positiven und auch weniger positiven Erfahrungen eine riesige Bereicherung darstellt, die sie nie vergessen werde.