Besondere Fortbildung: Die Fachgruppe Geschichte der ASS erführen viel Wissenswertes im Nienburger Stadt- und Kreisarchiv.

Besondere Fortbildung: Die Fachgruppe Geschichte der ASS erführen viel Wissenswertes im Nienburger Stadt- und Kreisarchiv.

19.07.2015

Lernort Archiv

Fachgruppe Geschichte an der ASS im Stadt- und Kreisarchiv Nienburg

Nienburg. „Schülerinnen und Schüler in das Archiv bringen den außerschulischen Lernort Archiv selbstverständlich machen, das ist unser Ansatz“, so Stadtund Kreisarchivarin Patricia Berger. Damit aber die jungen Menschen aus Stadt und Landkreis Nienburg das Archiv besuchen können, ist es im Vorfeld unerlässlich, dass die betreuenden Lehrkräfte um die archivpädagogischen Angebote und die Recherchemöglichkeiten wissen und von dem Mehrwert „Lernort Archiv“ überzeugt sind. Daher kam es nun auf Initiative von Oberstudienrätin Dr. Martina Neumann, Leiterin der Fachgruppe Geschichte an der Albert-Schweitzer-Schule, zu einer Fortbildungsveranstaltung in den Räumen des Archivs. Im Lesesaal erfuhren die Lehrkräfte der ASS das Wesentliche über die gesetzlich fest geschriebenen Aufgaben des Archivs, seine Bestände und die Recherchemöglichkeiten. Bei einer kleinen Zimelienschau wurden besondere archivische Schätze präsentiert, beispielsweise eine Urkunde des Jahres 1574 mit großem gut erhaltenem Siegel der Stadt, eine Urkunde von 1629 mit dem Siegel des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, in der ein Streit über die Abhaltung der Frühpredigten geschlichtet wird oder das Bürgerbuch der Stadt Nienburg. Die Magazinführung machte dann mit den Archivbeständen nach 1945 in der weitläufigen unterirdischen Bunkeranlage bekannt. Selbstredend ist die Albert-Schweitzer-Schule mit einem kleinen Bestand an Akten in den Archivregalen vertreten. Konkrete Recherchemöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler wurden am Beispiel des Themas „Flüchtlinge und Nachkriegszeit“ ausgelotet und der Weg von der Fundstellenübersicht der Archiv-Datenbank bis zur Einsichtnahme in die Unterlagen selber nachvollzogen. Die unterschiedlichen Quellen wie Zeitungsberichte, Literatur, Ratsprotokolle, Gesetzgebung, Sachakten, Fotografien etc. ergeben im Zusammenspiel ein Gesamtbild der Thematik.

Vor allem das „Seminarfach“, das Regionalgeschichte als Thema in den Mittelpunkt stellen kann, sei für erstes wissenschaftspropädeutisches Arbeiten der Schülerinnen und Schüler im Archiv geeignet. „Daneben werden sich aber weitere Möglichkeiten einer engen und guten Zusammenarbeit ergeben“, so der Tenor des Geschichtslehrerkollegiums der ASS bei seiner interessanten Fortbildung zum Ende des Schuljahres 2014/15.

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Erstellt:
19. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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