Manon Garms DH

Manon Garms DH

25.04.2016 Von Manon Garms

Lesbare Unterschrift

Von Manon Garms

Jeder dürfte die Situation kennen: Es klingelt an der Tür, das lang ersehnte Paket ist da. Um es schnell öffnen zu können, kritzelt man dem Paketdienst geschwind seine Unterschrift auf das Gerät, das einem vor die Nase gehalten wird. Das Ergebnis ist immer wieder erschreckend – weder ist die Unterschrift lesbar, noch auch nur entfernt mit der eigenen Schrift vergleichbar. „Der Paketbote denkt jetzt bestimmt, dass ich des Schreibens nicht mächtig bin“, schießt in diesem Augenblick sicher einigen durch den Kopf.

Aus diesem Grund gab es im jüngsten Ausschuss für Sicherheit und Ordnung auch skeptische Stimmen, als Sabine Koscielniak, Leiterin von Stadtkontor und Standesamt, berichtete, dass im Stadtkontor seit Februar auch elektronisch unterschrieben wird – auf Bürgermonitoren. Der Test zeigt jedoch: Auf dem Bürgermonitor kann man genauso gut unterschreiben wie auf dem Papier, die Unterschrift ist leserlich und unterscheidet sich kaum von der auf dem Papier.

Die Erklärung dafür ist einfach. Während man beim Paketdienst mit „in der Luft schwebender“ Hand sein Autogramm gibt, kann man sich im Stadtkontor bequem hinsetzen und seine Hand auf dem Tisch abstützen. Ein Gekrakel kommt also gar nicht erst zustande – es sei denn, man will es absichtlich so haben. Es soll ja auch Menschen geben, die auf eine besonders unleserliche Unterschrift stolz sind.

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Erstellt:
25. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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