Lichtnetze beim Nienburger Kulturherbst. Foto: A. Iber

Lichtnetze beim Nienburger Kulturherbst. Foto: A. Iber

Nienburg 06.11.2019 Von Die Harke

Licht-Netze strahlten in Kirche St. Martin

Künstler erschufen Licht-Kunstwerke für Nienburger Kulturherbst

Der „Nienburger Kulturherbst 2019“ fand am vergangenen Wochenende seinen Höhepunkt in einem innerstädtischen Lichterfest in der Nienburger Innenstadt zum Thema „Wasser/Licht/Kunst“. Zentrum des KleinKunstFestes waren der Kirchplatz um die St. Martin Kirche und die Lange Straße.

Zehn Künstler aus der Region erschufen Licht-Kunstwerke, die gemeinsam die temporäre Ausstellung „Licht-Netze“ in der Kirche St. Martin bildeten. Dafür wurde der linke Seitenflügel in Schwarzlicht getaucht, so dass Objekte aus Neonfäden wie Lichtstrahlen erschienen.

Silke Altepost, Svenja Bührmann, Christine Früchtenicht-Wydora, Bea Garding-Schubert, Alwine Gerner, Peter Hardt, Pablo Hirndorf, Lusine Hohannisyan, Manuela und Walter Ruth gestalteten die Ausstellung.

„Die Künstler und Kreativen der Region Mittelweser haben 2019 den Kulturherbst gestaltet: Nichts war gebucht, ausprobiert oder alter Guss – hier wurde geschaffen unter dem für Nienburg besonderen Thema Wasser/Licht/Kunst. Zusammen hatten wir den Mut, uns auf Unbekanntes einzulassen. Offene Ergebnisse sind im Kulturprozess immer spannend, weil man nie weiß, wie das Publikum reagiert“, schwärmt Olga Suin de Boutemard, Geschäftsführerin des Nienburger Kulturwerks, über den Nienburger Kulturherbst 2019. „Die Kultur des Miteinanders war dieses Wochenende magisch – zu erleben, wie tausende in die Stadt und die Kirche kommen, um Kunst zu erleben, sagt viel über unsere Gesellschaft und macht Mut für neue Pläne.“

Das Netz im Ausstellungsnamen „Licht-Netze“ steht demnach auch für soziales Miteinander, für Eck- und Knüpfpunkte, für Beziehungsaufnahme (Netzwerk) und Kommunikation. Das Netz fängt und beschützt den Fallenden aus der Höhe. Das biblische Gleichnis vom Fischnetz ist ein Gleichnis Jesu, während in der antiken Mythologie das geknüpfte Garn den Göttern als Waffe dient.

Die Ausstellung war allerdings nur eine Komponente des Lichterfestivals. Der Licht-Designer Michael Suhr ließ im Herzen der Altstadt einen Licht-Hafen erstrahlen. Ein großer Anziehungspunkt war der Wasservorhang, auf den ein restaurierter Schwarz-Weiß-Film der Nienburger Innenstadt aus den 1920er-Jahren projiziert wurde. Die Lange Straße wurde von schwebenden Wasserwesen und einer Licht-Weser erleuchtet – eine nahezu magische Kulisse für die zahlreichen Besucher der Nienburger Innenstadt.

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Erstellt:
6. November 2019, 09:40 Uhr
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