Sie diskutierten über Lösungsvorschläge für den Ersatz des alten Schulgebäudes (von links): Lothar Wegener, Niklas Kleipsties, Fritz Heyer, Eckhard Heine, Torsten Deede, Lars Brase, Birgit Dierks, Claudia Hogreve, Andreas Geusens und Norbert Richter. Foto: Heyer

Sie diskutierten über Lösungsvorschläge für den Ersatz des alten Schulgebäudes (von links): Lothar Wegener, Niklas Kleipsties, Fritz Heyer, Eckhard Heine, Torsten Deede, Lars Brase, Birgit Dierks, Claudia Hogreve, Andreas Geusens und Norbert Richter. Foto: Heyer

Lichtenhorst 23.03.2021 Von Die Harke

„Lichtenhorst braucht eine Begegnungsstätte“

Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters zu Gast – Lösungsvorschläge diskutiert

Die Vorsitzenden der Lichtenhorster Vereine und der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Lichtenhorst hatten die drei Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters der Samtgemeinde Steimbke zu einem Gedankenaustausch nach Lichtenhorst in das Alte Schulgebäude eingeladen. Torsten Deede, Eckhard Heine und Niklas Kleipsties waren der Einladung gern gefolgt und bekamen einen Eindruck über die vielfältige Nutzung des Gebäudes.

Die Frage, die zurzeit alle bewegt, was geschieht in Zukunft mit der Kinderbetreuung in Lichtenhorst, wo findet die Feuerwehr einen geeigneten Schulungsraum und wo können sich die Lichtenhorster Vereine treffen und ihre Veranstaltungen durchführen, wenn das Schulgebäude aus den bekannten Gründen wegfällt?

Von Fritz Heyer wurde die Bedeutung des Schulgebäudes für den gesamten Ort den drei Gästen anhand einer Präsentation vorgestellt. Neben dem Kindergarten wurde ein besonderes Augenmerk auf die Nutzung durch die Feuerwehr gerichtet. Immerhin 38 aktive Kameraden (eine stattliche Anzahl bezogen auf die Einwohnerzahl) erhalten in diesem Gebäude seit Jahrzehnten meist im Winterhalbjahr ihre theoretische Ausbildung für zukünftige Aufgaben.

Der Landfrauenverein, der Heimatverein und die Lichtenhorster Unterhaltungsverbände nutzen die Örtlichkeit für ihre turnusmäßigen Veranstaltungen über das ganze Jahr. Wo sollen diese Treffen in Zukunft erfolgen?

„Die drei Besucher zeigten großes Interesse für die Sorgen der Lichtenhorst Bürger“, heißt es in einer Pressemitteilung der Vereine. „Alle drei waren der gleichen Ansicht, dass es auch in Zukunft eine Begegnungsstätte in Lichtenhorst geben muss, wo diese Zusammenkünfte stattfinden können.

Auch die Frage, wie lange darf das Gebäude noch von den genannten Organisationen genutzt werden und welchen Ersatz gibt es für eine Übergangszeit ist dringend zu beantworten.“ Wenn über einen langen Zeitraum das Vereins- und Dorfleben zum Erliegen kommt, wird es schwer werden,die Aktivitäten, die Lichtenhorst so lebendig und lebenswert machen, wieder aufleben zu lassen.“

Eine Fotomontage von Bernhardt Langekamp zeigt, wie die Erweiterung des Vereinshauses des Schützenvereins Lichtenhorst aussehen könnte. Foto: Bernhardt Langekamp

Eine Fotomontage von Bernhardt Langekamp zeigt, wie die Erweiterung des Vereinshauses des Schützenvereins Lichtenhorst aussehen könnte. Foto: Bernhardt Langekamp

Aus der Runde sei auch die Frage erörtert worden, warum Samtgemeindebürgermeister Hallmann seinen Schritt zur Schließung des Gebäudes nicht frühzeitig kommuniziert habe und warum zum Beispiel. die Feuerwehr erst auf Nachfrage über den Verlust ihres Unterrichtsraums informiert wurde.

„Geht man so mit seinen Feuerwehrmännern um? Herr Hallmann hätte doch genau diesen Personenkreis bei einer Zusammenkunft über seine Absicht informieren können, dann wäre sicher ein solcher Unmut, wie er zurzeit in Lichtenhorst vorherrscht, gar nicht erst entstanden.“ Mit einem Ansatz für eine Gesamtlösung für alle Organisationen des Ortes konnte der Vorsitzende des Schützenvereins Lichtenhorst, Andreas Geusens, aufwarten. Er stellte eine Studie zur Diskussion, die im Wesentlichen eine Erweiterung des jetzigen Schützenhauses zum Inhalt hatte.

„Hier könnten alle Lichtenhorster Organisationen eine neue Heimat finden und das Dorfleben weiterentwickeln. Sicher nur eine Möglichkeit, die aber nicht außer Acht gelassen werden sollte. Weitere Modelle sollen zum Nachdenken anregen“, heißt es weiter.

„Viele Fragen bleiben aber dennoch unbeantwortet. Sie richten sich an den jetzigen Samtgemeinderat und an den Samtgemeindebürgermeister. Antworten erwarten die Lichtenhorster nicht erst vom neu zu wählenden Samtgemeinderat und vom neuen Samtgemeindebürgermeister, sondern von den derzeitigen Ratsmitgliedern.

Die Lichtenhorster Vereinsvorsitzenden und der Ortsbrandmeister stimmten mit den Beiträgen der geladenen drei Bewerber darin überein, dass es eine schnelle Lösung für eine Übergangszeit geben muss. Sie ließen aber auch erkennen, dass es durchaus um sachliche und legitime Forderungen der Lichtenhorster Bürger in dieser aktuellen Situation geht und nach wie vor in Lichtenhorst kein Wunschdenken überwiegt. Fazit: Lichtenhorst braucht und hat Anspruch auf eine angemessene Begegnungsstätte!“

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Erstellt:
23. März 2021, 18:17 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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