Lichtinstallationen leuchten

Lichtinstallationen leuchten

Pablo Hirndorf Objekttitel_Die Innenseite des Wassers.Hirndorf

„Wasser/Licht/Kunst“ ist das Motto für das diesjährige KleinKunstFest, das von Freitag, 1. November, bis Sonntag, 3. November, in der Nienburger Innenstadt stattfindet. Initiiert vom Nienburger Kulturwerk, bestimmen in diesem Jahr künstlerische Lichtinstallationen das Programm des KleinKunstFests, das von viel Musik, Kabarett, Poetry Slam und einem Laternenumzug umrahmt wird.

Das Programm beginnt am Freitag, 1. November, um 16.30 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung „Licht-Netze“ in der St. Martin Kirche in Nienburg mit Orgelmusik von Matthias Jentsch. Die Ausstellung wird von verschiedenen Künstlern aus der Region gestaltet und ist von Freitag bis Sonntag, jeweils von 16 bis 18 Uhr in der Kirche St. Martin zu sehen. Der linke Seitenflügel wird in Schwarzlicht getaucht, so dass Objekte aus Neonfäden wie Lichtstrahlen erscheinen. Die starke Symbolik von Licht und Wasser im Dialog mit einer Kirche als Ausstellungsort ist von dem Programmteam des Nienburger Kulturherbstes bewusst gewählt.

Auch im Nienburger Kulturwerk und im Theater auf dem Hornwerk finden während des KleinKunstFests Veranstaltungen statt. So tritt am Freitag, 1. November, um 20 Uhr das Kabarett-Duo BlöZinger im Kulturwerk auf. Ihr Programm „bis morgen“ lebt von der schauspielerischen Raffinesse, mit der Blöchl und Penzinger ihre skurrilen Bühnenfiguren zum Leben erwecken. Zeitgleich findet im Theater auf dem Hornwerk zum zweiten Mal der renommierte Poetry Slam „Kampf der Künste II“ mit Yannick Steinkellner, Veronika Rieger, Lara Ermer und Rebecca Heims statt.

Im Herzen der Altstadt, auf dem Kirchplatz, entsteht am Samstag, 2. November, und Sonntag, 3. November, jeweils zwischen 16.30 Uhr und 20 Uhr der so genannte Licht-Hafen. Der Licht-Designer Michael Suhr entwirft und baut für den Nienburger Kulturherbst einen Licht-Hafen mit meterhohen Licht-Stelen. Der Hafen als Sinnbild für Heimat, Ruhe und Schutz umschließt die St. Martin Kirche und verändert den Sprach- und Wahrnehmungscode dieses Platzes. Die Licht-Stelen sind Ankerplätze ohne Aufbruch-Charakter oder doch...

Im Theater und im Kulturwerk wird es am Samstag, 2. November, musikalisch. Im Nienburger Theater tritt um 20 Uhr die Grand Dame des Chansons, Katja Ebstein, mit ihrem Programm „Gestern, heute, morgen“ auf. Ebenfalls am 2. November um 20 Uhr beginnt im Nienburger Kulturwerk ein Hutkonzert: Reiner Rosskopf spielt Lieder von Reinhard Mey.

Der Sonntag, 3. November, beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Martin Kirche. Pastorin Cordula Schmid-Waßmuth spricht über die „Netzwerkstatt Gottes“. Mit Einbruch der Dunkelheit, ab 16.30 Uhr werden zwischen Lange Straße und Marktplatz „Schwebende Wasserwesen“ zu sehen sein, eine Fabel-Licht-Welt, die fluoreszierend zwischen den Elementen Himmel und Erde hängt. Außerdem entsteht auf einer Wasserleinwand „Das versunkene Nienburg“. Das ist reine Lichtmagie: Auf einem Wasservorhang, der aus einer Vielzahl von Wassertropfen gebildet wird, werden Ansichten Nienburgs projiziert. Der inzwischen restaurierte alte Schwarz-Weiß-Film der Nienburger Innenstadt aus den 1920er Jahren wird in einer Zeitschleife auf das Wasser übertragen.

Zur selben Zeit schlängelt sich die „Licht-Weser“ durch die Lange Straße. Die Weser steht als fließendes Gewässer für fruchtbares Land und Gedeihen, aber auch für Überschwemmung und unzähmbare Naturkraft. Sie war seit frühester Zeit ein natürlicher Reiseweg und damit auch mit der Sehnsucht nach Veränderung, dem Unterwegssein und der Ferne verbunden. Die Licht-Weser entlang der oberen Häuserreihe auf der Langen Straße fokussiert die Schöpfkraft dieser naturgeschaffenen Lebensader.

Am Springbrunnen am Bürgermeister-Stahn-Wall beginnt um 17 Uhr ein Laternenumzug mit Spielmannszug-Begleitung. Familien und kleine Bastler sind aufgefordert, Wasserwesen als Laternen beizusteuern: Ob mit Walfisch, Seestern oder Qualle – Jeder kann mitmachen und Laternen basteln zum Thema „Was lebt unter Wasser?“ Die besten drei Laternen werden sogar prämiert.

Zum Abschluss des KleinKunstFests findet am Sonntag, 3. November, um 20 Uhr die Finissage zur Ausstellung „Licht-Netze“ in der Kirche St. Martin statt. Passend zum Thema „Wasser/Licht/Kunst“ gibt Christian Scheel ein Orgelkonzert mit der „Wassermusik“.

Das vollständige Programm des KleinKunstFests ist auch im neuen Veranstaltungskalender „Nienburger Kulturherbst 2019“ zu finden. Nähere Informationen gibt es unter Telefon (0 50 21) 92 25 80, per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de oder im Internet unter www.nienburger-kulturwerk.de.

Bildunterschrift: Der Warper Künstler Pablo Hirndorf arbeitet an einer Skulptur für die Ausstellung „Licht-Netze“, die vom 1. bis 3. November jeweils von 16 bis 18 Uhr in der St. Martin Kirche in Nienburg zu sehen ist. Foto: Hirndorf