Sabine Lüers-Grulke DH

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Liebe fordern ?

Kampagne für Vaterliebe

Gestern erreichte die Redaktion der Harke eine Pressemitteilung über eine „Kampagne für mehr Vaterliebe“ von Christian Pfeiffer. Der auch in Nienburg bekannte Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachsen hat ausgemacht, dass „zwei Drittel der Väter emotionale Krüppel“ sind, die „ihre Jungen nicht in den Arm nehmen und loben können.“ Das sei ein Grund für schulische Leistungskrisen der Jungen, suchtartiges Computerspielen oder das Abgleiten in kriminelle Karrieren.

Verunsicherte Jungen lägen deshalb heute bei den Sitzenbleibern und Schulabbrechern klar vorn. „Wir müssen in ihnen die Lust wecken auf das pralle Leben“, sagt Pfeiffer, damit sie nicht völlig in ihrer virtuellen Welt abtauchen.

Nun kann man die Liebe der Väter ja schlecht einfordern. Sie ist da oder eben auch nicht. Gleichzeitig ging am Vortag eine Nachricht über die Radiosender, dass unverheiratete Väter künftig das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder bekommen – notfalls gegen den Willen der Mutter. Vielleicht haben einige Mütter aber im Angesicht von Pfeiffers Argumenten ihre Gründe dafür?

Sabine Grulke

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Erstellt:
11. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 31sec

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