Gute Werte beim Nutri-Score? Gerade bei Fertigprodukten – im Gegensatz zu frischen Lebensmitteln – kann er schnell ein falsches Bild vermitteln.

Gute Werte beim Nutri-Score? Gerade bei Fertigprodukten – im Gegensatz zu frischen Lebensmitteln – kann er schnell ein falsches Bild vermitteln.

Nienburg 19.10.2020 Von Holger Lachnit

Lieber grünes A als ein rotes E

Guten Tag – ein Kommentar

Im November soll er kommen, der Nutri-Score. Hinter diesem wunderbaren neudeutschen Wort verbirgt sich die Idee des Bundesministeriums für Ernährung.

Künftig soll beim Einkauf auf der Vorderseite der Verpackung von Lebensmitteln deren die Nährwertqualität angezeigt werden.

Der Nutri-Score wurde nach Mitteilung des Ministeriums von einem unabhängigen Team von Wissenschaftlern der Pariser „Universite 13“ entwickelt. Der Algorithmus zur Berechnung der Grundlagen stammt von Wissenschaftlern der Universität Oxford in England.

Die Skala reicht von einem grünen A bis zu einem roten E. Dabei gilt: Als günstig eingestuft werden zum Beispiel die Gehalte an Ballaststoffen und Eiweiß oder der Anteil von Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten in einem Lebensmittel. Als ungünstig gelten die Kalorien und der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Salz und Zucker in die Bewertung ein.

Der Nutri-Sore bezieht sich dabei immer auf 100 Gramm oder Milliliter eines Lebensmittels. Aber Achtung: Nicht jedes Lebensmittel mit einem grünen A ist automatisch die gesündeste Wahl, denn die Kennzeichnung bezieht sich nur auf die jeweilige Produktgruppe.

So zeigt also eine mit einem grünen A gekennzeichnete Fertigpizza lediglich an, dass sie beispielsweise weniger Fett, Salz oder Zucker enthält als eine Fertigpizza mit einem gelben C. Der Nutri-Score macht also keine Aussagen zum Gesundheitswert eines Lebensmittels.

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Erstellt:
19. Oktober 2020, 05:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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