Der Lkw kollidierte am Bahnübergang am Lemker Gewerbegebiet. Foto: Schwiersch

Der Lkw kollidierte am Bahnübergang am Lemker Gewerbegebiet. Foto: Schwiersch

Lemke 09.11.2020 Von Uwe Schiebe

Lkw kollidiert mit Güterzug

Zug entgleist im Lemker Gewerbegebiet, niemand verletzt

Mit dem Alarmstichwort „Technische Hilfe groß, Lkw gegen Zug, Person eingeklemmt“ wurden am Montag um 14.36 Uhr die Feuerwehren Lemke, Oyle, Marklohe, Wietzen sowie die Technische Einsatzleitung (TEL) und der Abrollbehälter „Rüst/Rettung“ alarmiert.

Am Bahnübergang an der Oyler Straße zum Gewerbegebiet in Lemke war ein Lkw mit einem Zug kollidiert. Der Fahrer eines Lastwagens mit einer leeren Containermulde hatte aus dem Gewerbegebiet kommend einen aus Richtung Nienburg kommenden Güterzug der Mindener Kreisbahnen übersehen.

Die Lok prallte gegen die Hinterachse des Lkws und drehte ihn um 180 Grad neben den Gleiskörper. Dabei sprang die 88 Tonnen schwere Lok aus den Schienen. Der Zug kam nach etwa 120 Metern zum Stehen. Er bestand aus mehreren mit Gefahrstoff beladenen Kesselwagen und war auf dem Weg nach Steyerberg.

Der Lkw-Fahrer konnte körperlich unverletzt, aber vermutlich mit einem Schock, sein Führerhaus verlassen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Auch der Lokführer blieb unverletzt, wurde aber vom Rettungsdienst ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Da keine Gefahrstoffe austraten und auch sonst keine Gefahr bestand, erhielten die meisten anrückenden Einsatzkräfte einen Rückalarm. Unter der Einsatzleitung von Christian Schiebe blieben nur die Ortswehren Lemke und Oyle vor Ort. Da es sich um einen Bahnunfall handelte, waren neben der Landespolizei auch Beamte der Bundespolizei vor Ort. Die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr wurde alarmiert, um Luftaufnahmen von der Einsatzstelle für die Polizei zu machen.

Die eingleisige Strecke ist bis auf Weiteres gesperrt. Aus Richtung Nienburg kommend sollen zunächst die Kesselwagen zurückgeholt werden. Erst dann kann ein Bergezug der Bahn die Lok wieder auf die Schiene setzen. Im Einsatz waren 45 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, die sich auch alle mit Mund- und Nasenschutz an die geltenden Hygieneregeln hielten.

Update 18:05 Uhr

Die ursprüngliche, kurze Meldung wurde gegen einen umfangreichen Text mit zusätzlichen Informationen ausgetauscht.

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Erstellt:
9. November 2020, 15:57 Uhr
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