Die Teilnehmer der Critical Mass treten für Verbesserungen im Fahrradverkehr ein. Unterstützt wird die Aktion von Bündnis 90/Die Grünen, dem ADFC und vielen nichtorganisieren Fahrradfahrern.  ADFC

Die Teilnehmer der Critical Mass treten für Verbesserungen im Fahrradverkehr ein. Unterstützt wird die Aktion von Bündnis 90/Die Grünen, dem ADFC und vielen nichtorganisieren Fahrradfahrern. ADFC

Nienburg 12.05.2018 Von Die Harke

Lob an Autofahrer vom ADFC

Veranstalter bezeichnen erste Critical Mass in Nienburg in diesem Jahr als erfolgreich

Recht erfreut zeigten sich die Teilnehmer der ersten Critical Mass in diesem Jahr in Nienburg. Nach kurzem Aufenthalt an der Celler Straße war die Teilnehmerzahl deutlich über die Marke von 16 Personen gestiegen. Das geht aus einer PRessemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hervor. „Bunt gemischt ging es dann per Fahrrad weiter über Am Lendenberg, der Verdener Landstraße, den Nordring auf die Große Drakenburger Straße. Besucht wurden bei der einstündigen Tour durch den Nordteil der Stadt Unfallschwerpunkte mit Fahrradfahrerbeteiligung.

Einige Tag zuvor hatte die Polizei der Unfallkommission der Stadt ihren Jahresbericht 2017 vorgestellt. Aktive Radfahrer des ADFC erläuterten die jeweiligen Gefahrenstellen. Auffällig sind nach wie vor Abbiegeunfälle Fahrzeug gegen Fahrradfahrer meist aufgrund des fehlenden Schulterblicks des Autofahrers. Ebenfalls genannt wurden Türöffnungsunfälle unter anderem am Parkstreifen an der unteren Celler Straße“, heißt es in der Mitteilung.

Mit der Critical-Mass-Aktion wollen die Radler auf die Probleme des Fahrradverkehrs aufmerksam machen. „Zum Verkehrsgeschehen gehört nicht nur das Auto sondern auch das Fahrrad und der Fußgänger“, berichtet Berthold Vahlsing vom örtlichen ADFC. „Leider sind aber die Verkehrsflächen sehr stark auf den motorisierten Fahrzeugbereich ausgerichtet.“

Entwicklungen wie die des Pedelecs oder das sich verändernde Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein hätten bisher noch keine Berücksichtigung in der Verkehrsplanung der Stadt gefunden. Es bestehe Handlungsbedarf. Entsprechend erfreut zeigte sich der Fahrradverband über das Meinungsbild im Stadtentwicklungsausschuss von Anfang Mai. Die Stadtratsmitglieder sahen parteiübergreifend Nachholbedarf bei der Entwicklung des Fahrradverkehrs und ließen sich von der Verwaltung die Bedingungen für einen möglichen Radschnellweg von Holtorf in die Innenstadt erläutern. Für Nienburger Verhältnisse eine „revolutionäre Idee“, meinte der ADFC-Sprecher dazu.

Unterstützt wurden die Radfahrer vom Landtagsabgeordneten Helge Limburg (Grüne). Er lobte die Aktiven für ihr „anhaltenden Engagement“ für den Fahrradverkehr in der Stadt. Der Abgeordnete war mit der Bahn mit eigenem Fahrrad aus Hannover angereist.

Beim Abschlussgespräch im Gasthaus am Hafen wurde lobend das besonnene Verhalten der meisten Autofahrer erwähnt. Das hätte man im vergangenen Jahr schon ganz anders erlebt, so ein Teilnehmer.

Die nächste Critical-Mass-Aktion ist geplant für Freitag, 25. Mai. Los gehen soll es wieder um 17 Uhr am Nienburger Goetheplatz. Angekündigt dafür habe sich auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers. Die Organisatoren hofften wieder auf rege Beteiligung, heißt es abschließend vom ADFC.

Als geschlossener Verband fahren die Teilnehmenden auf Straßen durch die Stadt. ADFC

Als geschlossener Verband fahren die Teilnehmenden auf Straßen durch die Stadt. ADFC

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Erstellt:
12. Mai 2018, 21:00 Uhr
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