Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

09.11.2012 Von Stefan Reckleben

Lob für Familienpolitik

Nicht nachlassen

Das wird Alt-Landrat Heinrich Eggers freuen. Nach der aktuellen Prognos-Studie schneidet der Landkreis Nienburg innerhalb der Familienpolitik gut ab. Das war beileibe nicht immer so. Eggers kam 2003 mit dem erklärten Willen ins Amt, dem Absturz auf dem Familien- und Jugendsektor ein P vorzusetzen. Eggers drückte den Finanzaufwand von rund zwei Millionen Euro jährlich allein für die Jugendhilfe in der Mehrheitsgruppe aus FDP, WG und CDU und damit im Kreistag durch. Bei SPD und Grünen rannte er offene Türen ein. Eggers spezialisierte die Fachabteilungen im Kreishaus, ließ Mitarbeitende qualifizieren, holte externen Sachverstand heran, legte dem Kreistag Integrationsprojekte und Sprachschulungen schon in Kindergärten vor, und bemühte sich, die Zahl der Schulabbrecher zu senken.

Die Richtung neu zu bestimmen und viel Geld in die Hand zu nehmen war auch bitter nötig. Denn in einigen Bereichen der Familien- und Jugendhilfe stiegen die Fallzahlen von 24 bis über 30 Prozent pro Jahr.

In den Studien von 2005 und 2007 schnitt der Kreis noch nicht gut ab. Jetzt stellen die Gutachter den Stand des Kindergartenausbaus für unter Dreijährige, die Integration von Migrantenkindern in Kindertagesstätten, das hohe Maß von Vereinsgebundenheit der Jugend und günstiges Bauland heraus???insgesamt ein gutes Ergebnis für die Familienpolitik, so Prognos.

Ein Grund dafür, dass sich die Kreispolitik zurücklehnt, gibt es auch für die nächsten Jahre allerdings nicht. Gesellschaftliche und soziale Brennpunkte gibt es in Stadt und Kreis Nienburg nach wie vor, die die Familien- und Jugendhilfe und damit die Familienpolitik weiter stark beanspruchen werden. Vor allem bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Stefan Reckleben

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Erstellt:
9. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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