Die Bundestagsabgeordneten Katja Keul (links) und Maik Beermann (Zweiter von rechts) im Gespräch mit Tobias Göckeritz, Vorsitzender Landvolk Mittelweser (rechts), und Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender Landvolk Weserbergland (Zweiter von links). Foto: Thomas Wille

Die Bundestagsabgeordneten Katja Keul (links) und Maik Beermann (Zweiter von rechts) im Gespräch mit Tobias Göckeritz, Vorsitzender Landvolk Mittelweser (rechts), und Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender Landvolk Weserbergland (Zweiter von links). Foto: Thomas Wille

Loccum 11.12.2019 Von Die Harke

Loccum: Abgeordnete treffen auf Landwirte

Maik Beermann und Katja Keul tauschten sich mit Bauern aus / „Kritik an roten Gebieten“

„Landwirtschaft trifft Politik: Bauern sprechen ihre Abgeordneten“: Unter dieser Überschrifft hatte das Landvolk Mittelweser zum Austausch mit den Bundestagsabgeordneten Katja Keul (Grüne) und Maik Beermann (CDU) in die „Halle für alle“ nach Loccum eingeladen. Rund 75 Bauern machten von dieser Gelegenheit Gebrauch.

Ein Diskussionsthema waren die sogenannten „roten Gebiete“ – jene Flächen in Niedersachsen, die auffällige Nitratkonzentrationen im Grundwasser aufweisen. Viele Landwirte kritisierten hierzu die Praxis der Wasserkörper-Definition, die trotz unauffälliger Werte in der Umgebung als „rot“ gekennzeichnet würden. Landwirt Christian Lohmeyer benannte diesen Umstand als „postfaktische Datenlage“, mit der man folglich nur zu falschen Schlüssen gelangen könne. Aus seiner Sicht sei dies ein „Definitionsproblem der Politik“. Auch Beermann kritisierte in diesem Zusammenhang, dass auf falschen Grundlagen Politik gemacht würde.

Ein weiterer Kritikpunkt war die neue geplante Düngeverordnung, die eine Unterdüngung der Pflanzen von 20 Prozent in den „roten Gebieten“ vorsieht. Beermann plädierte dafür, beispielsweise zunächst das Grünland hiervon auszunehmen. Gespräche dazu würden bereits laufen.

Sie sei vor allem hier, um die Stimmen der Bauern aufzunehmen, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katja Keul. Sie verwies darauf, dass man Landwirtschaft europäisch denken müsse.

Am Ende gab es von den Landwirten für beide Abgeordnete Beifall. „Wenn es auch kein Applaus für den Inhalt war, so war es doch sicherlich einer für die Courage, sich der aufgeheizten Diskussion um Landwirtschaft in Deutschland gestellt zu haben“, heißt es vom Landvolk.

Zum Artikel

Erstellt:
11. Dezember 2019, 13:08 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.