Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes (links), der Heemser Samtgemeindebürgermeister Friedrich-Wilhelm Koop (Zweiter von links) waren gemeinsam mit anderen Vertretern aus dem Landkreis Nienburg zu Gast in Berlin. Brieber

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes (links), der Heemser Samtgemeindebürgermeister Friedrich-Wilhelm Koop (Zweiter von links) waren gemeinsam mit anderen Vertretern aus dem Landkreis Nienburg zu Gast in Berlin. Brieber

Nienburg/Berlin 03.03.2017 Von Die Harke

Lochfraß-Bericht in nächster Woche

Nienburger Delegation nahm an Gespräch mit Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil

Das vom hiesigen Bundestagsabgeordneten [DATENBANK=12]Maik Beermann[/DATENBANK] (CDU) initiierte Treffen einer heimischen Delegation mit Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat am 22. Februar in den Räumen des Bundestags stattgefunden. Der teilnehmende Mediator [DATENBANK=847]Peter Brieber[/DATENBANK] berichtet nun im Auftrag der Gesprächsteilnehmer über die Ergebnisse: „Mit Maik Beermann hatten sich Geschäftsführung und Vorstand des [DATENBANK=856]Wasserverbandes an der Führse[/DATENBANK] mit den Bürgermeistern [DATENBANK=1]Henning Onkes[/DATENBANK] (Nienburg) und [DATENBANK=1463]Friedrich-Wilhelm Koop[/DATENBANK] (Heemsen) und dem „Lochfraß“-Mediator Peter Brieber auf die Reise nach Berlin gemacht. Ziel war es, den Vertretern des Ministeriums, Herrn Ministerialrat Dr. Ulrich Katenkamp als Referatsleiter Ressourcen und Nachhaltigkeit, seinem Referenten Dr. Christian Alecke und deren wissenschaftlichem Berater und Projektträger Wassertechnologie Dr. Rüdiger Furrer vom Karlsruher Institut für Technologie, über den Stand des laufenden DVGW-Forschungsvorhabens zu berichten und die Möglichkeiten einer Folgefinanzierung auch aus Bundesmitteln zu erkunden.

In dem zweistündigen Gespräch erhielt die Nienburger Delegation ausführlich Gelegenheit, zum gegenwärtigen Stand des Forschungsprojektes vorzutragen und auch die dringenden Erwartungen aller Beteiligten vor Ort deutlich zu machen, dass jetzt der Datenermittlung und Typisierung der Schadensbilder im ersten Abschnitt des Forschungsprojektes unverzüglich die zweite Untersuchungsphase folgen müsse. Dabei sollen Prüfverfahren für die korrosionsspezifischen Eigenschaften einzelner Trinkwässer entwickelt und auch die Auswirkungen bewertet werden, die durch mögliche Änderungen in der Wasseraufbereitung (Stichwort „Inhibitoren) oder durch einen Wechsel des bezogenen Trinkwassers eintreten können. Erste Ergebnisse von Labor- und Prüfstanduntersuchungen müssen dann mit den Praxisbedingungen abgeglichen werden, bevor über eine Übertragung in den Echt-Betrieb eines Wasserwerkes verantwortlich entschieden werden kann.

Die Gesprächspartner aus dem Ministerium machten deutlich, dass sie den inhaltlichen Ansatz des vorgestellten Verfahrens für sinnvoll und zielführend halten.

Insbesondere wiesen sie daraufhin, dass angesichts des im ersten Schritt des Forschungsvorhabens offensichtlich zu Tage getretenen deutschlandweiten Vorkommens von Schadensfällen der DVGW als bundesweit agierender Dachverband der richtige Akteur sei, um ein solches Vorhaben federführend zu betreuen. Eine breite Einbindung weiterer gesellschaftlicher Akteure (Kupferindustrie, Handwerk, Versicherungen etc.) sei außerordentlich wünschenswert. Der Bericht zum ersten Forschungsabschnitt des Vorhabens werde dem Forschungsbeirat des DVGW als Auftraggeber in der zweiten Märzwoche offiziell vorgestellt. Dazu sind auch Dr. Alecke und Prof. Dr. Furrer als BMBF-Vertreter persönlich eingeladen worden und werden bei dieser Gelegenheit auch das Gespräch über die große Wichtigkeit einer Fortführung des Vorhabens und die Möglichkeiten einer Sicherung der Anschluss-Finanzierung nutzen. Der Beirat wird dann seine Empfehlung über die Fortführung des Vorhabens zu treffen haben.

Die Nienburger Delegation fuhr mit dem Eindruck nach Hause, für ihr Anliegen im Bundesministerium neue Mitstreiter gefunden zu haben und mit der weiteren Unterstützung des DVGW-Forschungsvorhabens auf dem richtigen Weg zu sein“, schreibt Brieber abschließend.

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Erstellt:
3. März 2017, 21:00 Uhr
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