Mit nachgebauten Atomraketen und kreativer Werbung feierten Friedensaktion und Gewerkschaften den Atomwaffenverbotsvertrag. Foto: G. Emmann

Mit nachgebauten Atomraketen und kreativer Werbung feierten Friedensaktion und Gewerkschaften den Atomwaffenverbotsvertrag. Foto: G. Emmann

Nienburg 25.01.2021 Von Die Harke

„Lockdown für Kriegsindustrie“

DGB: Bundesregierung muss UN-Verbotsvertrag beitreten

Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen aus Nienburg und dem Heidekreis sowie die überregionale Friedensaktion feierten jüngst auf bunte und kreative Weise das Inkrafttreten des UN-Atomwaffenverbotsvertrags. Nachgebaute Atomraketen und auffällig große „radioaktive“ Würfel warben auf Fahrzeugen unter anderem für „Abrüsten - mehr Geld für Gesundheit“ oder „Frieden statt Nato“.

Die DGB-Vorsitzenden aus Nienburg, Werner Behrens, und Heidekreis, Charly Braun, wiesen auf die verheerenden Folgen der Atombomben 1945 auf Hiroshima und Nagasaki hin. Dass der Atomwaffenverbotsvertrag nun internationales Völkerrecht ist, sei Grund zum Feiern. Aber Deutschland und NATO widersetzten sich dem Vertrag, heißt es: Im Rahmen der milliardengroßen Aufrüstungsbeschlüsse vom Dezember 2020 wolle die Bundesregierung sogar Kampfjets kaufen, die US-Atombomben transportieren sollen, kritisierten die Gewerkschaftssprecher.

Es sei zwar schön, dass allerlei Kommunen Mitglied des weltweiten Städtebündnis „Mayors for Peace“ sind und die Friedensfahne hissen, aber Walsrode und einige andere müssen konsequenterweise auch den Städteappell beschließen, mit dem die Regierung aufgefordert wird, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten, betonten mehrere Redende.

Eisenbahn-Gewerkschafter Hans-Dietrich Springhorn beschrieb die Häufung großer militärischer Einrichtungen von Munster bis Nienburg, dem sich Fritz Patzelt mit der Forderung eines „unbefristeten Lockdown für die Kriegsindustrie“ anschloss. „Während die Menschen mit dem Coronavirus und Existenznöten zu kämpfen haben, zieht die Branche des Tötens, die Rüstungsindustrie ungeniert ihre Bahn“, erklärte Patzelt von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

Unter wehenden Fahnen der Aktion „Nuclear Weapans are banned“ verschenkten die Akteure zur Feier des Tages Sekt und Blumen unter anderem an Berufstätige in prekären Jobs.

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Erstellt:
25. Januar 2021, 17:45 Uhr
Lesedauer:
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