Die Ringer vom TKW/CJD Nienburg feierten die Deutsche Meisterschaft von Lucas Gansi (Mitte).Foto: Nussbaum

Die Ringer vom TKW/CJD Nienburg feierten die Deutsche Meisterschaft von Lucas Gansi (Mitte).Foto: Nussbaum

Nienburg 04.09.2021 Von Die Harke

Lucas Gansi ist Deutscher Meister

Der junge Ringer vom TKW schreibt Nienburger Sportgeschichte

Der junge Ringer Lucas Gansi hat in Rimbach (Hessen) im freien Stil Nienburgs ersten Deutschen Meistertitel erkämpft. Über 25 Jahre hat es gedauert, bis es zu dieser nationalen Meisterleistung kam.

Nachdem Juri Baron sowohl im Jugendbereich als auch im aktiven Männer-Bereich zahlreiche Medaillen erringen konnte, haben sich auch Boris Ulrich und zuletzt Anton Hochhalter Edelmetall sichern können. Für das ganz große Treppchen hat es in der Vereinsgeschichte des TKW Nienburg jedoch noch nicht gereicht. Gansi hat in der Klasse bis 120 Kilogramm seine Gegner sowohl technisch als auch körperlich in die Schranken gewiesen und sich den Titel gesichert.

Lucas hat schon immer durch seinen Trainingsfleiß, seine Disziplin und Athletik geglänzt.„Lucas hat schon immer durch seinen Trainingsfleiß, seine Disziplin und Athletik geglänzt“, versichern seine Coaches. Doch, dass es so hoch hinaus geht, damit haben selbst seine Trainer nicht gerechnet. In der schwierigen Coronazeit, in der die Turnhallen im Kreis monatelang geschlossen waren und bei Wind und Wetter draußen trainiert werden musste, haben die Ringer gesondert an der Ausdauer und Fitness gearbeitet. Das so essenziell wichtige Mattentraining konnte nicht angeboten werden und so hat sich Gansi nach Luckenwalde (Brandenburg) in ein mehrwöchiges Trainingslager begeben. Dort trainierte er zwei Mal täglich unter realen und perfekten Bedingungen.


Immer weiter, trotz verletztem Fuß

Gansi musste im ersten seiner beiden Kämpfe gegen Pirmin Vollmer aus Gresgen ran und konnte ihn nach vorsichtigem Abtasten in Runde zwei eindeutig mit 6:1 Punkten besiegen. In diesem ersten Kampf zog sich Gansi allerdings eine Fußverletzung zu und konnte nur unter starken Schmerzen weitermachen.

Im zweiten und finalen Endkampf traf Gansi dann auf Youseff Hardan vom SC Habau-Erlensee. Auch dieses Duell entschied er trotz starker Schmerzen und seinem unbändigen Siegeswillen mit 10:0 Punkten für sich. Sowohl der TKW-Vorstand als auch das Trainerteam sind auf die Energieleistung ihres Schützlings wahnsinnig Stolz und ziehen ihren Hut. Der junge Nienburger hat sich damit auch für internationale Aufgaben bewiesen und die Erwartungen an ihn nach oben geschraubt.

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Erstellt:
4. September 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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