Arne Hildebrandt DH

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Landkreis 20.05.2019 Von Arne Hildebrandt

Lücken bebauen, aber wer verkauft?

Guten Tag

Braucht Rodewald ein neues Baugebiet? Das war Thema in der jüngsten Bauauschusssitzung der Gemeinde Rodewald. Der CDU-Ratsherr Alexander Schütt hatte das Thema aufgeworfen. „Unsere Baugebiete sind annähernd voll“, sagte Bauausschussvorsitzender Norbert Sommerfeld. Die Anregung sollte weiterentwickelt werden, meinte er. Bauamtsleiter Kai Ohlendorf gab zu bedenken, dass neue Baugebiete Flächen verbrauchen und versiegeln, also nicht gut für die Umwelt sind. (Bericht auf Seite 23). Er spricht sich dafür aus, erst einmal die Baulücken zu bebauen. Und davon habe Rodewald entlang der rund acht Kilometer langen Hauptstraße wohl 300. Die Krux ist nur: Wie soll man Grundstückseigentümer dazu bewegen, ihr Land zu verkaufen, wenn sie nicht wollen? Das scheint nämlich der Fall zu sein. Denn prompt meldete sich in der Sitzung ein Zuhörer zu Wort: „Keiner will verkaufen“, sagte er. Er sei von Haus zu Haus gegangen und habe nur Absagen bekommen.

Der FDP-Ratsherr Kurt Rotermund sieht es so: „Der Quadratmeter Bauland erschlossen liegt in Rodewald bei maximal 38 Euro. Einfamilienhäuser benötigen zwischen 500 bis 700 Quadratmeter. Das sind dann für den Landwirt, der sein Grundstück verkauft 19.000 bzw. 26.600 Euro. Das rechnet sich für keinen Landwirt da er mit der Beackerung mehr verdient. Ich frage mich wie kann man so einen Blödsinn verbreiten, und der Leiter des Bau- und Wegeausschuss in seiner Ahnungsfreiheit stimmt dem noch zu? Alleine das Ansinnen zu glauben, dass man damit Fortschritt nach Rodewald bringt, ist schon eine Farce. Vielmehr versteckt sich dahinter ein Interesse, in anderen Gemeinden Bauland anzubieten.“

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Erstellt:
20. Mai 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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