Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

04.01.2013 Von Stefan Reckleben

Machtkandidat?

Marklohe ohne Liebenau

Bleiben CDU und WG in der Samtgemeinde Marklohe beim Nein zu weiteren Fusionsverhandlungen mit der Samtgemeinde Liebenau, oder gibt es Spielraum? Das klang in der Weihnachtssitzung des Liebenauer Rates durch. Alfred Plate (CDU) will Gründe fürs Scheitern in der 10. Sitzung der gemeinsamen Lenkungsgruppe mit Bürgermeistern und Fraktionschefs der beteiligten Kommunen am 16. Januar in Marklohe hören. Führt die Sitzung zu keiner Umkehr, muss die Samtgemeinde Marklohe das Ende der Fusionsverhandlungen beschließen und in sechs Monaten die Wahl eines Samtgemeindebürgermeisters in Nachfolge von Detlev Kohlmeier vorbereiten.

Selbst für Plate als CDU-Mann ist der Markloher CDU-WG-Schritt nicht nachvollziehbar. Denn in Sitzungen mit Räten aus der Samtgemeinde Marklohe arbeiteten die Faktionen einen 17-Punkte-Katalog ab, an dessen Ende zwei Punkte strittig, aber lösbar blieben. Man war sich einig, dass die Demografie den Grundschulstandort Mainsche erledige und den Standort eines Oberschulzentrums in Liebenau oder Marklohe der Kreis als Schulträger entscheiden soll. Unklar blieben Fragen nach dem Hauptstandort der Verwaltung und Personalkosteneinsparung. Hat da Liebenau eine Bringschuld bei Sachkosten, Feuerwehrstrukturkonzept und konsequenter Konzentration von Verwaltungsaufgaben im Zweckverband dergestalt, dass nun doch Personal von Marklohe nach Liebenau und umgekehrt zu wechseln hat ?

Die Fragen gelten als lösbar. Es sei denn, der Grund für die abgesagten Verhandlungen liegt in einem strategisch angelegten Kampf um die Macht im Markloher Rathaus zwischen Verwaltung und CDU mit deren erneutem Spitzenkandidat Horst Reschke für den Samtgemeindebürgermeister und Verwaltungschef in einer Person. Stefan Reckleben

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Erstellt:
4. Januar 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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