Das Theater für Niedersachsen bringt das kongeniale Meisterwerk von Kurt Weill und Bertolt Brecht am 13. Februar auf die Bühne des Nienburger Theaters. Isabell Winarsch

Das Theater für Niedersachsen bringt das kongeniale Meisterwerk von Kurt Weill und Bertolt Brecht am 13. Februar auf die Bühne des Nienburger Theaters. Isabell Winarsch

Nienburg 09.02.2018 Von Die Harke

„Mahagonny“ als große Oper

Am Dienstag, 13. Februar, im Nienburger Theater / Es gibt noch Karten

Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ steht am Dienstag, 13. Februar, um 20 Uhr auf dem Programm des Nienburger Theaters. Das Musiktheaterensemble, der Opernchor und das Orchester des [DATENBANK=3727]Theater für Niedersachsen[/DATENBANK] (TfN), Hildesheim, bringt diese große Oper nach Bertolt Brecht auf die Bühne.

Der neue Generalmusikdirektor und Operndirektor des TfN, Florian Ziemen, startet damit in seine erste Opern-Saison in Hildesheim. Für die Inszenierung dieses Weill/Brecht-Klassikers konnte Ziemen den Regie-Altmeister Hans Hollmann gewinnen, für Bühnen- und Kostümbild zeichnet Romina Kaap verantwortlich. Für alle Interessierten findet um 19.30 Uhr eine Einführung in das Stück statt.

Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. In einer Nacht, als ein Hurrikan alle um ihr Leben zittern lässt, ruft der Holzfäller Jim die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst, du darfst es! Schließlich ist er es selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird.

Brechts kraftvolle Parabel ist in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit und der Rolle des Geldes heute hochaktuell, gleichzeitig aber ein schillerndes und vieldeutiges sprachliches und dramatisches Kunstwerk. Die intensive, jazzdurchtränkte Musik Kurt Weills reicht vom stachligen, aufwühlenden Klang der Weimarer Avantgarde bis zu eingängigen Songnummern wie den berühmt gewordenen „Oh Moon of Alabama“ und „Denn wie man sich bettet so liegt man“.

Zwei Jahre nach der „Dreigroschenoper“ entstanden, ist dieses große und ambitionierte Werk zweifellos der künstlerische Höhepunkt der Zusammenarbeit dieser beiden deutschen Genies, ein stilistischer Solitär des Opernrepertoires und sicher eines der interessantesten und wirkungsvollsten Werke des 20. Jahrhunderts.

Karten sind erhältlich an der [DATENBANK=784]Theaterkasse im Stadtkontor[/DATENBANK], Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, oder per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Abendkasse für fünf Euro.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 02sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.