Am Samstag wollen die Landwirte im Landkreis ab 17 Uhr Mahnfeuer zünden.  Foto: Pixabay

Am Samstag wollen die Landwirte im Landkreis ab 17 Uhr Mahnfeuer zünden. Foto: Pixabay

Landkreis 06.12.2019 Von Die Harke

Mahnfeuer im Landkreis

Bundesweite Aktionen zu „Redet nicht nur über uns – sondern mit uns Bauern und Bäuerinnen“

Am Sonnabend, 7. Dezember, werden Landwirte ab 17 Uhr Mahnfeuer unter dem Motto „Redet nicht nur über uns – sondern mit uns Bauern und Bäuerinnen“ entzünden.

Die Aktionen laufen unter dem Dach des kommissarischen Teams der Initiative „Land schafft Verbindung Niedersachsen“ (LsV) und sollen im gesamten Bundesland stattfinden.

Im Landkreis waren am Freitag bereits Aktionen in Marklohe, Steyerberg, Stolzenau, Landesbergen, Lavelsloh, Essern, Hassel, Neulohe, Meinkingsburg, Rehburg-Loccum, Winzlar und Wietzen angekündigt.

„Der Adressat sind diejenigen, die denken, dass die Landwirtschaft der Buhmann ist“, sagt LsV-Sprecherin Henriette Struß. Die 28-jährige Landwirtin kommt von einem Hof mit Milchvieh und Ackerbau aus Rinteln. „Wir möchten auf uns aufmerksam machen und Bürger nach ihrer Meinung, etwa zum Thema Insektenschutz, fragen“, kündigt sie an.

„In Sachen Insektenschutz machen wir Einiges“, betont Landwirt Henning Brand aus Lavelsloh. Auch dort wird es ein Feuer geben. „Wir möchten Präsenz zeigen“, benannte der 31-Jährige eines der Anliegen. Was ihn umtreibt: Die Hälfte seiner Ackerflächen lägen in den sogenannten Roten Gebieten. Dort gelten künftig deutliche Einschränkungen beim Ausfahren von Gülle. Vor gut zwei Wochen hatte der niedersächsische Landtag die Düngeregeln für die Landwirte unter dem massiven Druck von Europäischer Union und Bundesregierung abermals verschärft.

Der Landwirtschaftsgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag in Berlin sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, sagte Brand, der Ackerbau und Schweinezucht betreibt. Die Themen seien damit oben angekommen. Kritischer sieht es der Sarninghäuser Landwirt Nils Borggrefe: „Effektiv kam da nichts raus.“ Er führte dies auch auf die Organisation des Gipfels zurück. Bei 40 Verbänden und einer Dauer von drei Stunden ist die Redezeit für die einzelnen Vertreter dem Landwirt zufolge dann ziemlich knapp.

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Erstellt:
6. Dezember 2019, 09:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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