Blumen für Weißrussland liegen an der „Madonna“. Foto:Stadt Nienburg

Blumen für Weißrussland liegen an der „Madonna“. Foto: Stadt Nienburg

Nienburg 29.08.2020 Von Die Harke

Mahnung für den Frieden

Arbeitskreis Gedenken ruft auf zur Teilnahme am Antikriegstag

Mitglieder des Arbeitskreises Gedenken der Stadt Nienburg haben an der Madonna von Tschernobyl auf dem Stahnwall Blumen in den weißroten Farben der Samtrevolution in Belarus niedergelegt. Außerdem lädt der Arbeitskreis zum Antikriegstag am 1. September ein.

Mit der Blumenniederlegung will er die Solidarität Nienburgs mit den weißrussischen Menschen bekunden und ihrer Sorge um die Geschehnisse in der Partnerstadt Witebsk Ausdruck verleihen.

Bei einer Arbeitssitzung am Vortag über bevorstehende Ausstellungsprojekte hatte Martin Guse, Leiter der Gedenkstätte Pulverfabrik Liebenau, über Telefon- und Internetkontakte berichtet, bei denen Freunde aus Weißrussland über die Angst berichteten, die brisante Situation in dem osteuropäischen Land könnte sich weiter verschärfen. Aber auch die Zuversicht, sich weiter für die Demokratie einzusetzen zu können, sei zum Ausdruck gekommen.

Der Arbeitskreis Gedenken nimmt dies zum Anlass, auf den bevorstehenden 1. September hinzuweisen, den so genannten Antikriegstag. Am 1. September 1939 hatte mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen der Zweite Weltkrieg begonnen.

1941 griff das Deutsche Reich dann auch die Sowjetunion an und begann einen regelrechten Vernichtungsfeldzug in Belarus und der Ukraine. Am 1. September wird der Arbeitskreis mit einer Zusammenkunft am „Erinnerungsort Anker“ in der Lemker Straße an den Beginn des Zweiten Weltkrieges und an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erinnern, die im dortigen ehemaligen RAD-Lager interniert waren.

Die Mahn- und Gedenkveranstaltung beginnt um 16 Uhr an der Gedenktafel an der Lemker Straße.

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Erstellt:
29. August 2020, 16:40 Uhr
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