"Namu" (links) und "Maja" sind verschmust und liebebedürftig. Und womöglich machen sie ihren künftigen Halter reich.Vogt

"Namu" (links) und "Maja" sind verschmust und liebebedürftig. Und womöglich machen sie ihren künftigen Halter reich.Vogt

Drakenburg 02.11.2019 Von Stefan Schwiersch

„Maja“ spart womöglich den Feuermelder

HARKE-Serie „Tier gewinnt“: Glückskatze sucht gemeinsam mit Bruder „Namu“ ein neues Zuhause

Ob „Namu“ und „Maja“ Geschwister sind, das ist gut möglich, aber nicht amtlich bestätigt. Dass sich die Katze und der Kater gut verstehen, ist hingegen offensichtlich, daher sollen sie nur gemeinsam vermittelt werden. Und dass sich der künftige Halter womöglich einen Feuermelder sparen kann, das besagt zumindest ein Mythos.

„Namu“ und „Maja“ sind zwei verschmuste Gesellen, beide etwa ein halbes Jahr alt. „Sie sind ein nettes Pärchen, sind liebebedürftig – und fordern das auch ein“, sagt Korinna Teubel vom Tierheim Drakenburg. Auffällig ist Majas Fellmusterung: Sie ist dreifarbig, auch „Schildpatt“ genannt. Und eben diese Musterung wird von zwei Mythen begleitet.

Mythos eins: Dreifarbige Katzen sind meist weiblich. Trifft hier zu, tatsächlich sind nur 0,4 Prozent der Schildpatt-Katzen männlich. Grund: Die Fellfarbe schwarz oder rot ist auf dem X-Chromosom festgeschrieben, männliche Katzen besitzen aber nur ein X-Chromosom, weibliche zwei. Weniger wissenschaftlich belegt ist der zweite Mythos: Rot-schwarz-weiße Katzen bringen Glück.

Nur ein Mythos? Schildpatt-Katzen verhelfen bei guter Behandlung zu Reichtum

„Maja“ und ihre Farb-Gefährten werden Glückskatzen genannt, vergleichbar mit ähnlich seltenen vierblättrigen Kleeblättern. Ihnen wurde im Mittelalter nachgesagt, dass sie das Haus vor Feuer schützen. Es wurde außerdem behauptet, dass Schildpatt-Katzen armen Menschen unverhofft zu großem Reichtum verholfen haben, wenn sie gut behandelt wurden. Und japanische Seefahrer nahmen Glückskatzen früher häufig mit aufs Schiff, weil sie sie vor Unglück bewahren sollten.

Zurück aus Japan nach Drakenburg: Korinna Teubel wünscht der Katze und dem Kater ein neues Heim in einem Umfeld mit nicht zu kleinen Kindern. Die Tiere sind geimpft und gechippt und werden vor der Vermittlung noch kastriert. Teubel: „Sie können im Haus gehalten werden, aber ein gesicherter Freigang auf einem Balkon oder einer Terrasse wäre natürlich schön.“

Wer „Namu“ und „Maja“ kennenlernen möchte oder weitere Infos benötigt, kann sich gern beim Tierheim Drakenburg melden. Die Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs, freitags und samstags von 12 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr; montags und donnerstags ist Ruhetag. Das Tierheim ist unter der Telefonnummer (0 50 24) 84 33 zu erreichen.

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Erstellt:
2. November 2019, 11:07 Uhr
Lesedauer:
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