Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Nienburg 27.05.2017 Von Edda Hagebölling

Majestät

Als hätte ich‘s geahnt. Der Muskelkater nach dem vierteljährlichen Den-Garten-mal-wieder-auf-Vordermann-bringen-Kraftakt war zwar noch vier Tage später deutlich zu spüren, aber die Plackerei hat sich gelohnt. Nachbarin Petra ist Schützenkönigin, Göttergatte Graham „Seniorenkönig“. Die Ausmarschierer, die sich gestern Nachmittag durch unsere Straße schlängelten, dürften (eigentlich) keinen Grund gefunden haben, mit mir zu schimpfen. Und erst recht nicht mit Nachbarin Elke. Deren Garten ist immer ordentlich ;-)

Doch natürlich gibt es Wichtigeres, als sich um ordentliche oder unordentliche Gärten Gedanken zu machen. Erst recht an diesem Super-Sommer-Wochenende. Bei denen, die gestern nicht Schützenfest gefeiert haben, dürfte König Fußball das beherrschende Thema gewesen sein. Wenn das Pokalfinale in Berlin nicht in die Verlängerung gegangen ist, finden Sie den aktuellen Bericht dank der Kollegen aus Minden in dieser Ausgabe. Und auch die Sportkollegen aus der 4. Etage wollten die Ergebnisse der letzten Landes- und Bezirksligaspiele gestern noch in die Tabellen auf der Lokalsportseite einfließen lassen.

Wer mit Fußball nicht so viel am Hut hat, freut sich dagegen heute auf eine Radtour zur nächsten Eisdiele, verbringt den Tag im Freibad oder ist zum Spargelessen verabredet. Es sei denn, er hat das Himmelfahrtwochenende zu einem Kurzurlaub genutzt. Der Mega-Stau, der am Mittwochabend vom E-Center bis zum Holtorfer Kreisel reichte, deutete darauf hin.

Vielleicht haben Sie sich heute in aller Frühe aber auch auf den Weg zu den Liebenauer Gruben gemacht. Dort hatten [DATENBANK=4921]NABU[/DATENBANK] und [DATENBANK=4173]VHS[/DATENBANK] zu einer Führung eingeladen. Oder Sie wollen heute Nachmittag in den BUND-Garten, um Näheres über heimische Kräuter zu erfahren.

Um heimische Produkte geht es auch in der „Hofladen-Kiste“, die seit kurzem vor dem Feuerwehrhaus in Drakenburg steht. Die Landwirte Lohmeyer, Sieling und Meyer haben einen Automaten, wie man ihn womöglich von Krumwiedes in Erichshagen kennt, mit einem Holzhäuschen ummantelt und mit hochwertigen regionalen Produkten bestückt. Die Drakenburger „Hofladen-Kiste“ ist die vorerst letzte. Obwohl die Nachfrage groß ist. Auch im Landkreis Nienburg sind immer mehr Menschen bereit, einen Euro mehr auszugeben und dafür zu wissen, woher die Lebensmittel stammen, die auf dem heimischen Küchentisch landen.

In Nienburg sind die Bemühungen, ein Geschäft zu eröffnen, in dem auch außerhalb der Markttage regionale Produkte eingekauft werden können, leider wieder im Sande verlaufen. Die Passanten würden es aber begrüßen, wenn es in der Innenstadt wenigstens in diesen Wochen einen Stand gäbe, an dem sie jeden Tag frischen Spargel kaufen könnten. Und zum Nachtisch ein Schälchen Erdbeeren ;-)

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Erstellt:
27. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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