Mal wieder eine Anpassung

Mal wieder eine Anpassung

Nikias Schmidetzki DH

Die Sache mit der Anpassung: Ob es der Energieversorger, der Versicherer oder wie aktuell eben das Entsorgungsunternehmen ist, das Wort Anpassung in Verbindung mit Gebühren sorgt wohl bei fast jedem für sich aufstellende Nackenhaare. Die Übersetzung ist in aller Regel „Erhöhung“. Nur klingt „Anpassung“ eben etwas besser – wenigstens, zunächst. „Es ist eine Anpassung an die gestiegenen Kosten“, versucht [DATENBANK=4319]BAWN-Vorstand Arne Henrik Meyer[/DATENBANK] eine Erklärung, ohne jedoch damit hinterm Berg zu halten, dass Mehrkosten auf die Kunden zukommen.

Auch wenn es auf den Monat gerechnet bei den meisten Nutzern wohl nur wenige Euros sein werden, die sie mehr zahlen müssen, dürfte die Aufregung bei vielen groß sein. Denn wer möchte schon mehr zahlen für die gefühlt gleiche Leistung wie zuvor? Die Gründe mögen nachvollziehbar sein: gestiegene Verwertungskosten, Investitionen in moderne Anlagen und Sicherheit, und dann noch der Versuch, mehr Gerechtigkeit zu erzeugen. Da werden nicht wenige sagen: Gerecht wäre, exakt nur für die Entsorgung des Mülls zu zahlen, für den sie auch verantwortlich sind.

Tatsächlich soll es vor allen Dingen im Bereich der Selbstanlieferung gerechter werden, heißt es in der Begründung. Schon in der Vergangenheit hätte der BAWN im Bereich der Baustellenmischabfälle – auch wenn dieses Wort so wohl sonst kaum jemand verwendet – eine deutlich höhere Gebühr erheben müssen. Die Differenz zahlen bisher alle über die Grundgebühr. Nun geht es also denen ans Portemonnaie, die schlecht trennen. Die Grundgebühr steigt trotzdem...