Allein durch Mimik, Stimme
und Gestik, ohne Requisiten,
machte Jana Raile den „kleinen
Prinzen“ lebendig. A. Winkelmann

Allein durch Mimik, Stimme und Gestik, ohne Requisiten, machte Jana Raile den „kleinen Prinzen“ lebendig. A. Winkelmann

Rodewald 07.11.2018 Von Die Harke

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

Erzählerin Jana Raile verwandelte sich in den „kleinen Prinzen“

Es ist eine der bekanntesten Erzählungen weltweit und bewegt viele Herzen: „Der kleine Prinz“, dessen erste Ausgabe vor 75 Jahren erschien. Die Erzählkünstlerin Jana Raile zeigte am Samstag im Binderhaus Rodewald ein unglaubliches Wandlungstalent: Mit Leichtigkeit und Spiel schlüpfte sie in die unterschiedlichsten Rollen. Vom König zum Eit-len, vom Säufer zum Geschäftsmann, vom Fuchs zur Schlange; sie mimte den kleinen Prinzen und wurde zum Erzähler der Geschichte. Der weltbekannte Dichter Antonie de Saint-Exupéry baut in seiner Geschichte einen direkten Kontakt zum Publikum auf und schafft eine Nähe, der man sich nicht entziehen kann – und will. Seine philosophischen Gedanken und zu Herzen gehenden Episoden spiegeln die Träume und Sehnsüchte jedes Menschen wieder: Ein Flieger erinnert sich an die einmalige und wundersame Begegnung mit dem kleinen Prinzen. Auf der Suche nach einem Freund reist dieser von Planet zu Planet und landet zuletzt auf der Erde.

Im Ringen um die Wahrheit fächert die Geschichte des kleinen Prinzen die bunte Palette der Menschlichkeit auf. Verzweiflung und Vertrauen, Unwissenheit und Unschuld, Abschied und Treue, Verwandlung und Liebe, Leben und Tode kommen mal poetisch oder verspielt, philosophisch und heiter zur Sprache und treffen so mitten ins Herz.

Jana Raille jauchzte und schluchzte, sehnsüchtelte und lachte auf dieser philosophischen Reise, die viele Fragen aufwarf. Die Antwort lautetet: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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Erstellt:
7. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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