Landkreis 21.11.2017 Von Die Harke

Marco Genthe (FDP): „Keine verbindende Idee gesehen“

Reaktionen zum Jamaika-Abbruch

„Als FDP-Kreisverband Diepholz können wir im Moment lediglich abwarten und müssen dann entsprechend reagieren“, sagt der [DATENBANK=6624]Vorsitzende des FDP-Kreisverbandses Diepholz Marco Genthe[/DATENBANK] zum Abbruch der Jamaika-Verhandlungen. Für viele Bürger hätten diese Gespräche schon viel zu lange gedauert. „Aber für uns, wo wir uns intensiver mit Politik beschäftigen, war schon klar, wie schwierig die Positionen zusammenzubringen waren. Insbesondere die Grünen und die CSU zeigten sich aufgrund innerparteilicher Probleme als schwierige Verhandlungspartner“, teilt Genthe mit.

„Am Ende wurden wir als FDP jedoch dafür gewählt, ein bestimmtes Programm im Deutschen Bundestag zu vertreten. Und gerade wir wissen, was passieren kann, wenn man nach einer Wahl nicht das vertritt, für das man angetreten war. So hatten wir klare Vorstellungen, unter anderem was die Steuer-, die Europa-, die Einwanderungs- und die Bildungspolitik betrifft.

Selbstverständlich muss man als kleinere Partei Kompromisse eingehen. Doch am Ende der Sondierungsgespräche stand fest, dass die für uns so wichtigen Trendwenden in zu vielen Punkten nicht durchsetzbar waren. Dann ist es konsequent, nicht in die Dienstwagen einzusteigen, sondern in die Opposition zu gehen.“

Die große verbindende Idee habe er zwischen den vier Parteien in den vergangenen Wochen jedenfalls nicht erkennen können. Die Alleinschuld an dem Scheitern der Gespräche liege nicht bei der FDP.

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Erstellt:
21. November 2017, 21:00 Uhr
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