Marco Dennelöhr, Soldat des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, hat Blutkrebs. Nur eine Stammzellenspende kann ihn retten. Foto: EloKa-Bataillon 912

Marco Dennelöhr, Soldat des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, hat Blutkrebs. Nur eine Stammzellenspende kann ihn retten. Foto: EloKa-Bataillon 912

Leeseringen 18.03.2020 Von Arne Hildebrandt

Marco braucht dringend Hilfe

Soldat des EloKa-Bataillons 912 ist auf Knochenmarkspende angewiesen / Registrierungsset online erhältlich

Ein Urgestein des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 aus Nienburg braucht Hilfe: Marco Dennelöhr (49) hat Blutkrebs und ist dringend auf eine Knochenmarkspende angewiesen. Eine Stammzellspende ist jetzt seine einzige Überlebenschance.

Die Diagnose hat das Leben von Marco völlig auf den Kopf gestellt, doch er will kämpfen, um die Krankheit zu besiegen. Um viele mögliche Spender zu erreichen, hat das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 aus Nienburg eine Online-Registrierungsaktion bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gestartet.

„Je mehr Menschen sich registrieren, um so größer wird die Wahrscheinlichkeit, einen Lebensretter, nicht nur für Marco, zu finden. Jeder könnte ein Lebensretter sein. Bitte lasst euch registrieren – für Marco und alle anderen Patienten. Wir danken euch für eure Unterstützung“, heißt es in dem Aufruf des EloKa-Bataillons.

Seit Anfang 2004 ist Marco Dennelöhr Soldat beim Bataillon Elektronische Kampfführung 912 in Nienburg an der Weser. „Er wohnt im benachbarten Leeseringen und fühlt sich seit Jahren in der Region bestens aufgehoben. „Auch in den Patengemeinden des Bataillons war er engagiert“, berichtet Pressefeldwebel Frank Donat vom EloKa-Bataillon.

Je mehr Menschen sich registrieren, um so größer wird die Wahrscheinlichkeit, einen Lebensretter, nicht nur für Marco, zu finden. Jeder könnte ein Lebensretter sein.

EloKa-Bataillon

Im August 2019 wurde bei Marco Blutkrebs diagnostiziert. Nach anfangs erfolgreichen Therapiemaßnahmen kam es jetzt zu einem Rückfall. „Marco braucht nun Hilfe, dringend. Jeder könnte sein Lebensretter sein“, sagt Donat.

Um den Retter zu finden, sollte man sich das Testkit nach Hause auf www.dkms.de/gemeinsam-fuer-Marco bestellen. Dann eine Speichelprobe abgeben und das Set zurückschicken. „Je mehr Menschen teilnehmen, desto größer ist die Chance, Marco das Leben zu retten“, sagt Donat.

Stammzellspender werden ist einfach

„Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs, und nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender. Jeder zehnte Blutkrebspatient sucht vergeblich einen passenden Spender. Viele Blutkrebspatienten brauchen einen Stammzellspender, um zu überleben“, informiert das DKMS.

Stammzellspender werden ist einfach: Online muss man sich ein Registrierungsset bestellen. Mit den drei Wattestäbchen macht man einen Wangenabstrich. Die Wattestäbchen werden zusammen mit den unterschriebenen Unterlagen zurückgeschickt. Dann bestimmt das DKMS-Labor die Gewebemerkmale. Nur anhand dieser Gewebemerkmale kann ermittelt werden, ob man der passende Spender für einen Blutkrebspatienten bist.

Was passiert nach der Registrierung? Das Labor analysiert die Gewebemerkmale. Anschließend wird der mögliche Spender in der DKMS-Datei aufgenommen. Die Daten stehen dann der weltweiten Suche nach Stammzellspendern zur Verfügung. Danach erhältst man eine DKMS-Spendercard mit seiner Spendernummer. „Im Großen und Ganzen ist nun erstmals alles erledigt. Für den Fall, dass Du als passender Spender in Frage kommst, melden wir uns umgehend“, sagt das DKMS.

Es gibt zwei verschiedene Arten, Stammzellen zu spenden. In den meisten Fällen (circa 80 Prozent) werden Stammzellen über die sogenannte „periphere Stammzellspende“ aus der Blutbahn entnommen. In wenigen Fällen (circa 20 Prozent) werden die Stammzellen dem Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Dies geschieht unter Vollnarkose.

Weitere Infos unter www.dkms.de/gemeinsam-fuer-Marco

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Erstellt:
18. März 2020, 18:50 Uhr
Lesedauer:
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