Lauren Francis in ihrer Rolle als „Maria und die Callas“. Foto: Francis

Lauren Francis in ihrer Rolle als „Maria und die Callas“. Foto: Francis

Haßbergen 06.10.2020 Von Die Harke

„Maria und die Callas“ am 17. Oktober in Haßbergen

Theaterstück mit Musik von Sopranistin Lauren Franci

Das Veranstaltungsteam der Alten Kapelle setzt im Herbstprogramm am Samstag, 17. Oktober, um 20 Uhr, die Schauspielreihe über das Leben von großen Diven der internationalen Bühne fort.

Aufgrund der Coronapandemie findet der Schauspielabend im Saal des Gasthaus Mönch statt und nicht in der Alten Kapelle Haßbergen. In dem Theaterstück „Maria und die Callas“, das für die Sopranistin Lauren Francis geschrieben wurde, geht Maria Callas zwischen Träumen und Wachen auf eine Reise durch ihr Leben.

In der gefühlvollen Inszenierung von Franz Garlik, geschrieben von Wolfgang Schukraft, verkörpert die walisische Opernsängerin die weltberühmte Sopranistin in all ihren Facetten: enttäuscht, verletzt, zickig, egoistisch, zerbrechlich, kampfeslustig.

Maria Callas ist die Diva assoluta, die „Göttliche“, die mit ihrer Schauspielkunst die Oper des 20. Jahrhunderts revolutionierte. Sie hat die Menschen bewegt und fasziniert wie keine andere Sängerin der letzten 100 Jahre.

Doch was für eine Persönlichkeit verbirgt sich hinter der schillernden Operndiva? Es war ihre Tragik, dass sich zwischen dem Mythos „Callas“ und dem Menschen „Maria“ immer tiefere Abgründe auftaten. Wolfgang Schukraft: „Schon bei der ersten Begegnung mit der Sopranistin Lauren Francis hatte ich die Idee, sie in meinem Theater in der Rolle der Maria Callas zu sehen. Das hat mich dazu animiert, für sie dieses Theaterstück zu verfassen. Meine Beschäftigung mit Maria Callas hat bestätigt, dass das Leben die aufregendsten Geschichten schreibt, und bei Maria Callas kann man hinzufügen, es schreibt auch die dramatischsten Geschichten.“

Lauren Francis begann ihre Karriere in Deutschland an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf und am Stadttheater Freiburg als Königin der Nacht. Danach folgten Engagements an den Staatstheatern Darmstadt und Wiesbaden sowie in ihrer Heimat an der Welsh National Opera. Sie gastierte im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und in Vietnam, feierte große Erfolge mit der Rheinischen Philharmonie, den Düsseldorfer Symphonikern, den Münchner Symphonikern, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, der Philharmonie Baden-Baden, dem Orchester des Theater Aachen, dem Johann Strauss Orchester Budapest und mit der Philharmonie der Nationen. Sie war Gewinnerin des „Internationalen Jan-Kiepura-Gesangs-wettbewerbs“. Ihr Repertoire umfasst unter anderem La Traviata, Madama Butterfly, Tosca, Gilda, Mimì und Musetta in La Bohème, Micaëla in Carmen, und Rosalinde in Die Fledermaus.

Lauren Francis spielt die Callas mit einer hinreißenden Intensität, sie lässt sie strahlen, aber auch trauern und verzagen. Sie zieht mit ihrer ausgeprägten Mimik die Zuschauer in ihren Bann. Diese schmerzlichen Erfahrungen spiegeln sich in den Arien betörend schön singt. Mit ihrer warmen und klaren Stimme ergänzt sie ihren langen szenischen Monolog zu einer faszinierenden Einheit.

Das Veranstaltungsteam weist darauf hin, dass bis zum Sitzplatz Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist. Karten sind im Vorverkauf beim Heimatverein über Mail (info@hassbergen.de) oder unter Telefon (0 50 24) 82 59 zu erhalten. Internet: www.hassbergen.de.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 04:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

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