Verden 22.03.2018 Von Die Harke

„Masterrind“ profitiert von Wirtschaftslage

Unternehmen aus Verden legt Jahresergebnis vor: plus 8,2 Millionen auf 196,3 Millionen Euro

Von der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland profitiert auch der gesamte deutsche Agrarsektor in dem sich Rinderzucht und -produktion bewegen. Das teilt das Rinderzucht- und Vermarktungsunternehmen „[DATENBANK=7306]Masterrind[/DATENBANK]“ aus Verden mit.

„Auch wenn sich aktuell die Rohmilchpreise schon wieder deutlich rückwärts entwickeln, hat die gesamte Branche im Rechnungszeitraum 2016/17 von den deutlich freundlicheren Erzeugerpreisen profitiert.“ Die günstigeren Marktbedingungen spiegeln auch das Jahresergebnis von „Masterrind“ wider, das sich um 8,2 Millionen Euro oder 4,4 Prozent auf 196,3 Millionen Euro erhöhte. Anlässlich der Vertreterversammlungen der RPN Rinderproduktion Niedersachsen und der ZEH Zuchtrinder-Erzeugergemeinschaft Hannover am 29. März in der Niedersachsenhalle in Verden, stellte die Geschäftsführung das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016/17 den Mitgliedern der Genossenschaft vor.

„Nachdem 2016 wohl als das Krisenjahr schlechthin in die Geschichtsbücher eingehen wird, hat sich die Lage in 2017 gerade für die Milcherzeuger deutlich entspannt“, teilt das Unternehmen mit: „Steigende Preise sorgten für zusätzliche Investitionen. Ein wesentlicher Teil der Umsatzsteigerung wurde mit 8,2 Mio. Euro durch den Tierhandel realisiert.“

Der Tierabsatz legte laut Geschäftsbericht mit 1,1 Prozent in den Stückzahlen leicht zu. „Insbesondere Zuchtvieh aus dem Milchrindersektor war, unterstützt durch den starken Auslandsbedarf, sehr gefragt“, heißt es von „Masterrind“: „Neben europäischen Nachbarländern waren es insbesondere Kunden aus der Russischen Föderation und Zentralasien, die für eine anhaltende dynamische Absatzsituation sorgten.“

Der Absatz von Rindersamen und Reproduktionsdienstleistungen hat sich nach Unternehmensangaben knapp auf dem Vorjahresniveau stabilisiert. Der Strukturwandel und die Abnahme der rinderhaltenden Betrieben führten mittelfristig zu einem abnehmenden Marktvolumen, dass zukünftig intensiver im Wettbewerb stehen werde.

„Das Zuchtprogramm liefert laufend neue Bullen auf absolutem Höchstniveau und hat im vergangenem Jahr zahlreiche neue Spitzenvererber im breitgefächerten Angebot platziert“, teilt „Masterrind“ mit: „Die Nutzung neuester wissenschaftliche Methoden ist auch für die kommenden Jahre der Garant für den fortlaufenden Zuchtfortschritt, der sich aktuell im Bereich der Tiergesundheit realisieren lässt.“

Der Vergleich der Bestandsveränderungen und Kuhzahlen der vergangenen beiden Jahresabschlüsse jeweils zum 30. September verdeutlicht nach Unternehmensangaben den Strukturwandel in der Rinderhaltung des Zuchtgebietes. „Die Rückgänge in den Betriebszahlen liegen mit 7,6 Prozent im vergangenen Jahr deutlich über dem durchschnittlichen Anteil der vergangenen Jahre mit 3,5 Prozent. Wenn auch nur leicht, haben die Kuhzahlen mit 1,7 Prozent einen leichten Rückgang zu verzeichnen“, teilt „Masterrind“ mit: „Die Milchleistungen pro Kuh waren ebenfalls leicht rückläufig wobei die Sächsischen Betriebe auf Bundesländerebene die höchsten durchschnittlichen Einzelkuhleistungen produzieren.“

Weiterhin positiv entwickelt sich für „Masterrind“ die effektive Nutzungsdauer der Holsteinkühe. „Niemals zuvor gab es so viele 100.000-Liter-Kühe in den Mitgliedsbetrieben“, teilt das Unternehmen mit.

„In den vergangenen Monaten konnte das hohe Niveau des Milchpreises nicht gehalten werden, somit wird sich die Marktsituation für alle Milcherzeuger und Rinderhalter wieder etwas kühler gestalten“, heißt es von „Masterrind“: „Die Nachfrage nach dem Rohstoff Milch ist aktuell deutlich geringer gestiegen als die Produktion, aber aufgrund der weltweit positiven Wirtschaftsentwicklung stehen die Zeichen dennoch positiv.“

Die Schwellenländer mit zunehmenden Wohlstand sorgten für wesentliches Wachstum. „Das bietet unseren hiesigen Rinderhaltern nachhaltig positive Perspektiven“, teilt das Unternehmen mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat „Masterrind“ vom Geschäftsklima profitieren können und befindet sich auf Wachstumskurs – „als leistungsfähiger Partner für die Mitglieder und Rinderhalter“, wie es das Unternehmen ausdrückt.

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Erstellt:
22. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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