Wenn der Tausendsassa Max Moor aus Stefan Zweigs „Schachnovelle“ liest, dann entsteht daraus ein höchst spannendes Ein-Personen-Theaterstück. Herbert Schulze

Wenn der Tausendsassa Max Moor aus Stefan Zweigs „Schachnovelle“ liest, dann entsteht daraus ein höchst spannendes Ein-Personen-Theaterstück. Herbert Schulze

Nienburg 12.07.2019 Von Die Harke

Max Moor und die „Schachnovelle“

DIE HARKE ist Medienpartner der Lesung am 28. Februar im Nienburger Theater auf dem Hornwerk

Max Moor ist nicht nur Moderator der ARD-Kultursendung „ttt – titel, thesen, temperamente“, er ist auch Schauspieler, Schriftsteller und bekennender Literatur-Fan. Nun hat er sich die Schachnovelle, das letzte vollendete Werk von Stefan Zweig vorgenommen. Am Freitag, 28. Februar 2020, um 20 Uhr liest er daraus im Theater auf dem Hornwerk. Medienpartner der Veranstaltung ist DIE HARKE.

Theaterleiter Jörg Meyer: „Wir freuen uns sehr, Max Moor erstmalig im Nienburger Theater begrüßen zu können. Damit setzen wir eine kleine Reihe prominent besetzter Leseprogramme fort, nachdem unter anderem Christoph Maria Herbst, Matthias Brandt oder auch Anke Engelke und Devid Striesow mit Jörg Thadeusz bereits zu Gast waren, allesamt fernsehbekannte Darsteller oder Moderatoren, die normalerweise nicht im Tourneetheaterbetrieb unterwegs sind. Zudem kommt Max Moor mit einem bedeutenden Thema, welche wir vor wenigen Jahren als preisgekrönte Schauspielproduktion zeigen konnten (Schachnovelle, 2011, mit Gerd Silberbauer).“

Max Moor verdichtet diesen Klassiker der Weltliteratur zu einem hochspannenden Ein-Personen-Stück. Er liest mit sonorer Stimme, spielt mit den schauspielerischen Möglichkeiten des Sprechens, legt Dramatik in seinen Ausdruck und zieht den Zuschauer hinein in den Sog des Geschehens.

Auf einem Passagierdampfer nach Buenos Aires begegnet Dr. B. zufällig dem Schachweltmeister Mirko Czentovic. Ein atemberaubender Kampf beginnt, bei dem der eigentliche Gegner nicht gegenüber am Schachbrett, sondern tief in der eigenen Seele sitzt ... Stefan Zweigs berühmte Schachnovelle gilt als Vermächtnis dieses sensiblen Erforschers menschlicher Abgründe. In ihr klingen die Themen seines Lebens auf: die dunkle Zeit in der österreichischen Heimat, die Zerstörung von Kultur und Humanität, der Gang ins Exil.

In dieser spannenden Lesung kann Max Moor seine schauspielerischen Fähigkeiten voll ausleben. Er studierte an der Zürcher Schauspiel-Akademie und arbeitet als Film- und Theaterschauspieler. Er spielte in Urs Eggers „Opernball“, Chris Kraus‘ „Vier Minuten“ und Simon Verhoevens „Männerherzen“. Von November 2017 bis Mitte 2018 stand er für das Theaterstück „UnterLeuten“ nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh im Theater Bonn auf der Bühne.

Seine über 25-jährige Karriere als Reporter und Moderator beginnt bei „Kunststücke“ im ORF. Mit dem Grimme-Preis-nominierten „Canale Grande“ auf VOX wird er in Deutschland bekannt. Für die ARD konzipiert und moderiert er „Ex! Was die Nation erregte“, schreibt und moderiert für Premiere „Studio/Moor“, für das Schweizer Fernsehen „Night Moor“ und für den SWR Kurzfilmnächte und Sondersendungen. Für 3sat moderiert er ab 2005 das Magazin „Kulturzeit“, Specials und Sondersendungen zur Berlinale. 2007 übernimmt er die ARD-Kultursendung „ttt – titel, thesen, temperamente“. Im rbb ist er von 2009 bis2016 in drei eigenen Formaten zu sehen: „Bauer sucht Kultur“, „Bücher und Moor“ sowie „Köche und Moor“.

Ende 2009 erscheint sein Buch „Was wir nicht haben brauchen Sie nicht“, das sich bislang weit über eine halbe Millionen Mal verkauft hat, 2012 folgt „Lieber einmal mehr als einmal weniger“, 2015 sein drittes Buch „Als Max noch Dietr war“ im Rowohlt Verlag. 2017 erscheint sein erstes Kinderbuch „Flo und der Schnüffel-Büffel“ ebenfalls bei Rowohlt.

2015 und 2016 tourt er mit „Planet Erde – Live in Concert“ sowie der Fortsetzung „Eisige Welten – Live in Concert“, bei der die gleichnamigen BBC-Naturdokumentationen von einem 80 Musiker starken Orchester vor bis zu 10000 Zuschauern live begleitet werden. DH

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 87356, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail unter theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Termine sind möglich nach vorheriger telefonischer Vereinbarung.

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Erstellt:
12. Juli 2019, 10:01 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 54sec

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