Diese Skizze der geplanten Achterbahn brachten die Vertreter des Freizeitparks mit nach Wiedensahl: sie bietet zweispurigen Fahrspaß mit Max und Moritz. Efteling ist nach eigenen Angaben mir rund fünf Millionen Besuchern jährlich einer der größten Freizeitparks Europas. Skizze: Jansen

Diese Skizze der geplanten Achterbahn brachten die Vertreter des Freizeitparks mit nach Wiedensahl: sie bietet zweispurigen Fahrspaß mit Max und Moritz. Efteling ist nach eigenen Angaben mir rund fünf Millionen Besuchern jährlich einer der größten Freizeitparks Europas. Skizze: Jansen

Wiedensahl/Kaatsheuvel 21.12.2019 Von Die Harke

Max und Moritz: Zweitwohnsitz in Holland

Der niederländische Freizeitpark Efteling widmet Wiedensahls Lausbuben eine eigene Achterbahn

Internationaler Besuch in Wiedensahl: Zwei Vertreter des niederländischen Freizeitparks Efteling haben jüngst das Wilhelm-Busch-Land besucht. Der Grund: Im kommenden Frühjahr eröffnet der Freizeitpark eine Max-und-Moritz-Achterbahn.

Wiedensahls Bürgermeisterin Anneliese Albrecht war von den Plänen angetan: „Das sieht klasse aus! Ich freue mich auf die Eröffnung“, sagte sie nach dem Treffen. Efteling in Kaatsheuvel bei Tilburg gehört mit jährlich rund fünf Millionen Besuchern zu den größten Freizeitparks Europas.

Wie kommt ein niederländischer Freizeitpark auf die Idee, Max und Moritz als Thema für eine Achterbahn zu wählen? „Efteling wurde 1952 als Märchenpark gegründet. Seitdem wurden alle neuen Attraktionen in Märchen, Sagen und Legenden eingebettet“, erläuterte Efteling-Sprecherin Karin Koppelmans.

„Als wir jetzt eine neue Achterbahn für Kinder geplant haben, lautete die Vorgabe, dass es eine zweispurige Bahn wird. Also brauchten wir zwei ‚Köpfe‘. Deshalb bin ich auf die Idee gekommen, Max und Moritz zu verwenden. Die beiden Lausbuben passen einfach perfekt zum Thema“, ergänzte Robert-Jaap Jansen, der Designer der Achterbahn.

Die beiden Niederländer haben Wiedensahl besucht, um noch mehr über die Entstehung der Bildergeschichte und über Wilhelm Busch zu erfahren. „Zudem waren wir gespannt, was die Wilhelm-Busch-Kenner von unseren Plänen halten. Schließlich haben wir als Niederländer deutsches Kulturerbe verwendet und hier und da abgewandelt“, so Jansen.

Treffen am Wilhelm-Busch-Geburtshaus (von links): Karin Koppelmanns, Anneliese Albrecht, Frauke Quurck und sitzend Robert-Jaap Jansen. Foto: Efteling

Treffen am Wilhelm-Busch-Geburtshaus (von links): Karin Koppelmanns, Anneliese Albrecht, Frauke Quurck und sitzend Robert-Jaap Jansen. Foto: Efteling

In Efteling erhalten die beiden Spitzbuben beispielsweise eine Mutter – Frau Schmetterling – und hecken den einen oder anderen neuen Streich aus. „Die meisten Streiche und Figuren werden die deutschen Besucher aber wiedererkennen“, versprach Jansen.

Frauke Quurck, Leiterin der musealen Institutionen in Wiedensahl begrüßt die Pläne ebenfalls.

„Ich finde die Idee, Max und Moritz in die Gegenwart zu versetzen und weiterzuentwickeln, sehr spannend. Eine sehr gelungene Adaption für die Zielgruppe des Freizeitparks“, meinte sie. Die Weiterentwicklungen von Max und Moritz zu verfolgen, entspreche auch der Aufgabe der Museen.

Im nächsten Schritt wird geprüft, ob zur Eröffnung der Attraktion eine kleine Ausstellung zu Max und Moritz und Wilhelm Busch gezeigt werden kann. Zurzeit produziert Efteling eine filmische „Making of“-Serie zur neuen Achterbahn Achterbahn. Darin soll auch die Entstehung der Bildergeschichte einen Platz erhalten.

Mit vielen Informationen und Fotos aus dem Museum und dem Ort haben sich Karin Koppelmans und Robert-Jaap Jansen wieder auf den Rückweg in die Niederlande gemacht. „Wir haben sehr viel erfahren und sind dankbar, dass wir hier zu Besuch sein durften“, sagte Karin Koppelmans abschließend. „Eine schöne Sache für Wiedensahl und das Wilhelm Busch Land“, resümierte Anneliese Albrecht.

Zum Artikel

Erstellt:
21. Dezember 2019, 09:01 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Themen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.