Damit gar nicht erst überall allzu viele Unkräuter entfernt werden müssen, werden im Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg 
besonders gerne Folien benutzt.  PALS

Damit gar nicht erst überall allzu viele Unkräuter entfernt werden müssen, werden im Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg besonders gerne Folien benutzt. PALS

Steyerberg 27.02.2018 Von Die Harke

Mehr Blumen für die Bienen

Projekt „BienenBlütenReich“ wird am Permakulturpark in Steyerberg umgesetzt / Helfer gesucht

Das Projekt „BienenBlütenReich“ des Netzwerks Blühende Landschaft schafft Lebensräume für Insekten: Nach einer erfolgreichen Bewerbung freut sich der Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg nun über eine zwei Jahre andauernde Beratung und Unterstützung. „So wird der jetzt schon sehr insektenfreundliche Park zur noch blühenderen Landschaft“, sind die Verantwortlichen überzeugt. Die Insekten stecken in Schwierigkeiten – kaum etwas macht das so deutlich wie die Studie, die herausfand, dass sich in den vergangenen 27 Jahren die Biomasse von Insekten um 75 Prozent verringert hat. Was wir dagegen tun können? Mehr Vielfalt – und mehr Blumen!

Denn nicht nur Hummeln und Bienen freuen sich über naturbelassene bunte Wiesen, sondern auch andere Insekten finden in ihnen Lebensraum. Deshalb hat sich das Garten-Team des Permakulturparks besonders gefreut, als die Zusage vom Netzwerk Blühende Landschaft eintraf. „Denn ja, ein Permakulturgarten bietet schon eine ganze Menge Lebensräume für Insekten, aber bei der oben genannten Zahl kann der Tisch gar nicht reich genug gedeckt sein“, heißt es von dort.

Bis sich die vier ausgewählten Flächen im Garten allerdings in ein Blütenmeer verwandeln, ist noch etwas Geduld nötig – und eine ganze Menge Arbeit: Zunächst muss der Boden vorbereitet werden, also von Beikräutern befreit werden, damit dann Ende April, Anfang Mai das Saatgut ausgebracht werden kann. Bei der Bodenvorbereitung, aber auch bei der Aussaat würde sich das Gartenteam sehr über fleißige Hände freuen.

„Und keine Angst! Die 1.000 Quadratmeter werden nicht mit der Hand umgegraben“, schreiben die Lebensgärtner: „Gemäß der Permakultur – energiesparend, bodenschonend – lassen wir ein paar Monate sogenannte Mulchfolien auf der Fläche, um dann gemeinsam das Aussaatbett mit nicht nur für den Boden, sondern auch für den Rücken schonenden Methoden und Geräten wie der Grelinette vorzubereiten.“ Eine Grelinette ist eine zweistielige Lockerungsgabel. Geplant ist darüber hinaus ein kleines Event, über das fortlaufend informiert wird, etwa über die Internetseite www.permakulturpark.de oder die dazugehörige Facebook-Seite.

Der Permakulturpark am [DATENBANK=6083]Lebensgarten Steyerberg[/DATENBANK], kurz PaLS, ist ein acht Hektar großes Gelände, bestehend aus Wald, Wildkräutergarten, Obst- und Gemüseanbau, Gemeinschaftsgärten, Kleinbiotopen und einem Lernraum für Kinder. Es besteht seit 2009. Das Projekt zeigt die praktische Anwendung der Permakultur-Entwurfsprinzipien auf dem landwirtschaftlich genutzten Gelände parallel zur Siedlung Lebensgarten. Die Siedlung ist ökologisch, sozial und auf Basis spiritueller Visionen.

Eine Übersichtskarte mit frei zugänglichen Wildblühflächen in Deutschland findet man unter www.bluehende-landschaft.de/bienenbluetenreich.

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Erstellt:
27. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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