Initiator Manfred Sanftleben (rechts) vor dem Nienburger Rathaus mit den am Thema Gemeinwohl-Ökonomie interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern Anja Timke, Dr. Anja Thijsen, Ralf Nordmann und Ernst Röhrs (von rechts). Ebenfalls auf dem Foto: Wirtschaftsfördererin Kerstin Lüders (links). Hagebölling

Initiator Manfred Sanftleben (rechts) vor dem Nienburger Rathaus mit den am Thema Gemeinwohl-Ökonomie interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern Anja Timke, Dr. Anja Thijsen, Ralf Nordmann und Ernst Röhrs (von rechts). Ebenfalls auf dem Foto: Wirtschaftsfördererin Kerstin Lüders (links). Hagebölling

Landkreis 07.10.2017 Von Edda Hagebölling

Mehr Menschenwürde für Zulieferer und Mitarbeitende

Auch in Nienburg interessieren sich erste Betriebe für das Thema „Gemeinwohl-Ökonomie“

Dass es einen langen Atem braucht, um das Thema auch in Stadt und Kreis Nienburg salonfähig zu machen, ist den Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich am Freitagvormittag zusammen mit Initiator [DATENBANK=1212]Manfred Sanftleben[/DATENBANK] und Wirtschaftsfördererin [DATENBANK=2342]Kerstin Lüders[/DATENBANK] zum Fototermin vor dem [DATENBANK=145]Nienburger Rathaus[/DATENBANK] eingefunden hatten, klar.

Dennoch wollen Anja Timke (Weser-Aluminium-Bau), [DATENBANK=4042]Dr. Anja Thijsen[/DATENBANK] (Apotheke am Goetheplatz), Ralf Nordmann (Nordmann Bäder) und Ernst Röhrs (Auehof Biogemüse) nicht nachlassen in dem Bemühen, noch mehr zu erfahren über das Thema Gemeinwohl-Ökonomie. „Angefixt“ wurden sie von Manfred Sanftleben. Nach einem Workshop an der Heimvolkshochschule Loccum hatte der Lehrer und langjährige Kommunalpolitiker damit begonnen, auch Unternehmen vor Ort mit der Idee, auch ethische Werte in ihrer Unternehmensbilanz zu berücksichtigen, vertraut zu machen.

Mit Unterstützung der Berliner Unternehmensberaterin Urte Töpfer und war es am 18. August zu einem ersten Treffen gekommen. Zugegen waren außerdem zwei Unternehmen, die sich dieser weltweiten Wirtschaftsbewegung bereits angeschlossen haben.

„Natürlich geht es bei Unternehmensbilanzen eigentlich immer ums Geld“, so Manfred Sanftleben. Doch immer mehr Unternehmen stelle sich auch die Frage nach ethischen Werten.

Ein Themenkomplex in der aktuell gültigen Gemeinwohl-Matrix befasst sich beispielsweise mit der Menschenwürde. Menschenwürde in der Zulieferkette, Menschenwürde am Arbeitsplatz und ethische Kundenbeziehungen sind die Unterpunkte.

Ein weiterer Themenkomplex heißt „Solidarität und Gerechtigkeit“. Dazu gehören wiederum die Solidarität und die Gerechtigkeit in der Zulieferkette, die Ausgestaltung der Arbeitsverträge oder die soziale Haltung im Umgang mit Geldmitteln.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Gemeinwohl-Matrix ist das Thema „Ökologische Nachhaltigkeit“. Auch hier geht es um die Zulieferkette, das ökologische Verhalten der Mitarbeitenden oder die ökologische Nutzung und Entsorgung von Produkten.

Vierter wichtiger Punkt sind „Transparenz und Mitentscheidung“. Auch hier sollen Zulieferer und Mitarbeitende stärker als bisher üblich einbezogen werden.

Zu den bekanntesten Verfechtern der Idee von der Gemeinwohl-Ökonomie sind der Autor und Attac-Gründer Christian Felber und Götz Werner, Chef der Drogerie-Kette dm.

Weitere Infos unter www.ecogood.org

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Erstellt:
7. Oktober 2017, 21:00 Uhr
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