Randstreifen werden nach Meinung der Grünen immer wichtiger. Harms

Randstreifen werden nach Meinung der Grünen immer wichtiger. Harms

Grafschaft Hoya 02.03.2018 Von Die Harke

„Mehr Natur wagen!“

Grüne fordern: Insektensterben und Artenschwund stoppen

Angesichts des massiven Rückgangs an Insekten sowie von heimischen Tier- und Pflanzenarten ist es nach Meinung der Grünen um den Artenschutz schlecht bestellt. So geht es beim Insektensterben nicht nur um einzelne, besonders anspruchsvolle Arten, sondern die Gesamtheit der Insekten geht dramatisch zurück. Noch sei es nicht zu spät, hier gegenzusteuern. Erfolge beim Artenschutz wie etwa beim Weißstorch, beim Biber oder beim Kranich, deren Bestände zugenommen haben, zeigen, dass sich ein negativer Trend auch stoppen und umkehren lasse, wenn man rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreife. „Wir Grüne fordern, mehr Natur zu wagen: mit einer Förderung des ökologischen Landbaus und einer nachhaltigen Bewirtschaftung sowie mit dem Anlegen von mehr Blühstreifen, Hecken und Streuobstwiesen“, sagt [DATENBANK=982]Ehler Harms[/DATENBANK], Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen Hoya zum Tag des Artenschutzes am 3. März.

Die Grünen verweisen dabei auf die Untersuchung von Insektenforschern aus Krefeld, die an rund 90 Standorten einen Rückgang der Insekten um durchschnittlich 75 Prozent in den letzten 27 Jahren festgestellt hätten. „Damit drohen ganze Nahrungsketten in der Natur zusammenzubrechen“, sagt Harms. „Das hat dramatische Folgen auch für die Vogelwelt. Insgesamt verlieren wir in Deutschland im Moment jedes Jahr eine Million Vogel-Brutpaare, weil ihnen die Nahrungsgrundlage fehlt. Der Star als „Vogel des Jahres 2018“ ist zwar noch überall verbreitet, aber seine Bestände sind massiv eingebrochen – genauso beim Buchfink oder bei der Goldammer.“

Spätestens seit den 1960er Jahren sei europaweit eine grundlegend falsche Agrarpolitik zu Lasten der Natur, aber auch der bäuerlichen Familienbetriebe gemacht worden, schreiben die Grünen. „Statt Masse zu subventionieren und pauschale Flächenprämien an Landbesitzer zu zahlen, müssen wir Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für den Natur- und Artenschutz honorieren“, fordert Harms.

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Erstellt:
2. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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