Die Arbeitslosenquoten in der Region im Vergleich zum Vorjahr. Foto: Arbeitsagentur

Die Arbeitslosenquoten in der Region im Vergleich zum Vorjahr. Foto: Arbeitsagentur

Landkreis 01.12.2020 Von Die Harke

Mehr als 14.000 Menschen in Kurzarbeit

Arbeitslosigkeit im Landkreis ist im November leicht gesunken, liegt aber deutlich über dem Vorjahreswert

Im vorletzten Monat des Jahres hat sich der Trend sinkender Zahlen auf dem regionalen Arbeitsmarkt weiter fortgesetzt: Nachdem bereits im September und Oktober die Zahl der Erwerbslosen zurückgegangen ist, wurden auch im November im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden weniger Arbeitslose gezählt.

Auch die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Nienburg sind im November leicht gesunken. Im Berichtsmonat waren 3559 Personenarbeitslos gemeldet. Dies ist ein Rückgang um 21 Männer und Frauen im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahr waren 569 Personen weniger erwerbslos.

Durch den geringen Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 0,6 Prozentpunkte liegt die Arbeitslosenquote unverändert bei 5,3 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 4,5 Prozent. Das hat die Arbeitsagentur mitgeteilt. Die Unternehmen im Nienburger Kreis meldeten im November 275 neue Stellen zur Besetzung, 8 mehr als im Oktober. Vor einem Jahr wurden 54 Arbeitsangebote weniger gemeldet.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Bestand an Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat gesunken. Im Berichtsmonat waren 1518 Personen von Erwerbslosigkeit betroffen. Im Vormonatsvergleich stellt dies einen Rückgang um 29 Personen dar. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 348 Personen zu erkennen.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen im November leicht um 8 Personen von 2033 Männern und Frauen auf nun 2041 gestiegen. Vor einem Jahr waren hier 221 oder 12,1 Prozent weniger erwerbslos.

Im Kreis Nienburg haben 65 Betriebe zum Stichtag am 25. November Kurzarbeit für bis zu 304 Beschäftigte neu angezeigt. Seit April sind im Landkreis somit 1184 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, wovon bis zu 14.336 Beschäftigte betroffen sein könnten. Die konkrete Anzahl der Betroffenen lasse sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur einzureichen.

Im aktuellen Berichtsmonat waren im gesamten Bereich der Arbeitsagentur Nienburg-Verden 12.078 Männer und Frauen von Erwerbslosigkeit betroffen, ein Rückgang um 338 Personen oder 2,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden dagegen 1844 Erwerbslose weniger gezählt. Dies stellt einen Anstieg im Vorjahresvergleich um 18,0 Prozent dar. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat erneut um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Aktuell liegt Sie bei 4,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 3,9 Prozent.

„In den letzten Monaten konnten wir eine leichte Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt beobachten“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Nienburg-Verden. „Die Arbeitslosenzahlen sind stetig gesunken. Mit Blick auf die Vorjahreswerte ist die wirtschaftliche Eintrübung durch die Pandemie allerdings noch deutlich zu erkennen und wird zu Beginn des kommenden Jahres das Arbeitsmarktgeschehen beeinflussen“, ergänzt Tietje.

Die Betriebe im Agenturbezirk meldeten im November 893 neue Stellen zur Besetzung. Das waren 66 weniger als im Oktober. Verglichen mit den Werten aus dem November des Vorjahres lässt sich ein Anstieg der gemeldeten Stellen um 12,2 Prozent oder 97 Beschäftigungsmöglichkeiten erkennen.

Im November haben 298 Betriebe Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden neu angezeigt. Von diesen neuen Anzeigen auf Kurzarbeit könnten bis zu 3723 Männer und Frauen betroffen sein. Im Zeitraum von April bis zum Stichtag am 25. November haben 4907 Betriebe für bis zu 63.992 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-) Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Berichtsmonat November bei 15.673 Personen. Das waren 1,5 Prozent oder 232 Männer und Frauen weniger als im Oktober. Als unterbeschäftigt gelten auch Flüchtlinge, die Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

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Erstellt:
1. Dezember 2020, 21:11 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 55sec

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