Mit vereinten Kräften wird die Minigolf-Anlage umgestaltet.

Mit vereinten Kräften wird die Minigolf-Anlage umgestaltet.

05.04.2015

Mehr als nur „Baywatch“ spielen

In Holtorf haben drei Bademeister ihren Dienst angetreten / Minigolfanlage eröffnet

Von Edda Hagebölling

Holtorf. Dass es für sie in Holtorf deutlich mehr zu tun geben wird, als nur ein bisschen „Baywatch“ zu spielen und am Beckenrand hin und her zu stolzieren, ist Nick Rau, Tim Wenger und Thorbjörn Risto durchaus klar. Trotzdem freuen sie sich sehr auf ihre neue Aufgabe im größten Vereins-Freibad des Landkreises Nienburg. Am 1. April traten die drei Fachangestellte für Bäderbetriebe ihren Dienst beim Förderverein Holtorfer Freibad an. Und haben nichts dagegen, dass man sie „Bademeister“ nennt. „Da weiß wenigstens jeder, was gemeint ist“, waren sich die drei am Donnerstag einig, als sie zwischen zwei Graupelschauern klar Schiff machen wollten auf dem weitläufigen Gelände des Freibades am Dobben. Da am Tag darauf die Minigolf-Saison beginnen sollte, galt es unter anderem, die rund 1200 Quadratmeter umfassende asphaltierte Fläche, auf der vor kurzem noch die Eisbahn gestanden hatte, ein bisschen umzugestalten. Bänke und Sonnenschirme wurden herangeschleppt, die Überreste der Eisbahn weggeräumt. Jedenfalls die, die nicht verkauft werden.

Da der Verein zurzeit mit einem Interessenten in Verkaufsverhandlungen steht, der in Russland bereits mehrere Eisbahnen betreibt, stehen die Chancen recht gut, dass die Holtorfer Eisbahn in absehbarer Zeit Deutschland verlassen wird. Gekauft hatte der Verein sie vor rund zehn Jahren in Berlin.

Die drei neuen Bademeister hätten sich gerne auch um die Eisbahn gekümmert, aber zu tun geben wird es für sie auch so genug.

Sobald das Wetter besser wird, machen sie sich daran, das Freibad auf die neue Saison vorzubereiten. Die Becken müssen gereinigt, die Technik überprüft, Reparaturen vorgenommen werden. Die Minigolf-Anlage wird dann nur noch eine Nebenrolle spielen. „Die wird dann wieder von der Kiosk-Mannschaft betreut“, berichtet Waltraut Heidorn.

Die Vorsitzende des Fördervereins Holtorfer Freibad freut sich sehr darüber, es künftig mit drei so engagierten jungen Männern zu tun zu haben. Nick Rau hatte den Winter sogar noch dafür genutzt, sich auf seine Meisterprüfung vorzubereiten. Er darf sich jetzt Meister für Bäderbetriebe nennen.

Entsprechend optimistisch sieht Heidorn der bevorstehenden Saison entgegen. „Man sieht den jungen Männern an, dass sie gerne arbeiten“, so die Holtorferin.

Alle zusammen hoffen jetzt nur noch, dass sich das Wetter endlich beruhigt. Damit die 18-Bahn-Minigolf-Anlage genutzt werden kann. Und damit die drei Bademeister sich an ihre eigentliche Arbeit machen können. Die Heizung im Aufenthaltsraum hatte die Vorsitzende am 1. April vorsichtshalber wieder angestellt. Damit die neuen Mitarbeiter sich immer mal wieder aufwärmen können.

Die Minigolf-Anlage ist Ostersonntag und Ostermontag und dann jeweils sonnabends, sonntags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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Erstellt:
5. April 2015, 00:00 Uhr
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