Bislang gibt es noch keinen Suchraum für das neue Umspannwerk nördlich von Mehringen. Tennet

Bislang gibt es noch keinen Suchraum für das neue Umspannwerk nördlich von Mehringen. Tennet

Grafschaft Hoya 15.08.2017 Von Die Harke

Mehringen kommt ins Spiel

Umspannwerk für 380-kV-Leitung Stade-Landesbergen: viele Einwendungen von Bürgern

Hinweise betroffener Bürger und der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Raumordnungsverfahren für den Ersatzneubau der 380-kV-Leitung Stade-Landesbergen ergeben weitere mögliche Standorte für das neu zu bauende Umspannwerk in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Das hat der Netzbetreiber Tennet mitegeteilt. Nach Einschätzung des Tennet-Konzerns könne mindestens einer der neu vorgeschlagenen Standorte in die nähere Auswahl kommen. Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg werde daher eine erneute Beteiligung zum erweiterten Standortvergleich durchführen.

Das Amt für regionale Landesentwicklung hat am 21. April das Raumordnungsverfahren für die geplante Höchstspannungsleitung Stade-Landesbergen, die die bestehende 220-kV-Leitung ersetzen soll, eingeleitet. Nach Ende des Beteiligungsverfahrens läuft derzeit bei Netzbetreiber Tennet, dem Planungsunternehmen Sweco und dem Lüneburger Amt die Auswertung der eingegangenen Hinweise und Stellungnahmen.

Ein Standordort nördlich von Mehringen könnte als Alternative zum Vorzugsstandort Magelsen in Betracht kommen.

Netzbetreiber Tennet

Nach Firmenangaben gingen mehr als 90 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange sowie rund 170 von privaten Einsendern ein. Der größte Teil der privaten Hinweisen stamme aus dem Bereich der Samtgemeinde Grafschaft Hoya (rund 75 Prozent). Die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger äußere sich zum Neubau eines Umspannwerkes.

Neben neuen Standortvorschlägen seien im Beteiligungsverfahren Hinweise zu einzelnen Variantenvergleichen und Vorschläge für geänderte Trassenverläufe eingegangen. Diese hätten jedoch nach jetzigem Kenntnisstand eher geringe Auswirkungen auf die von Tennet vorgeschlagene Trassenführung, so dass dafür keine erneute Auslegung im Raumordnungsverfahren erforderlich sei.

Die technische und raumordnerische Bewertung der neuen Standortvorschläge für ein Umspannwerk in der Grafschaft Hoya durch die [DATENBANK=2174]Tennet[/DATENBANK] und das Amt werde noch erfolgen. Jedoch sei bereits erkennbar, dass zumindest ein neugenannter Standort nördlich von Mehringen als Alternative zum 53694 in Betracht kommen und möglicherweise vorzugswürdig sein könnte.

Daher sei eine erneute Beteiligung zu den zusätzlich in den Vergleich einbezogenen Standortalternativen und der erweiterten, vergleichenden Untersuchung aller Standortalternativen für das Umspannwerk erforderlich.

Das zweite Beteiligungsverfahren beschränke sich auf den erweiterten Standortvergleich für ein neues Umspannwerk in der Grafschaft Hoya. Die Analyse orientiere sich methodisch an der Vorgehensweise, wie sie bereits in den Antragsunterlagen der ersten Auslegung dargestellt sei. Das Lüneburger Amt werde den Termin für den Beginn des ergänzenden Beteiligungsverfahrens festlegen – derzeit erscheine eine Auslegung ab Anfang September möglich.

Die neuen Antragsunterlagen werden Anfang September im Internet veröffentlicht und zusätzlich auch für einenMonats im Hoyaer Rathaus ausliegen. Bürger und Träger öffentlicher Belange können dann Hinweise zu den Standortvorschlägen für das Umspannwerk und zum erweiterten Standortvergleich in das Verfahren einbringen.

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Erstellt:
15. August 2017, 16:10 Uhr
Lesedauer:
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