Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Landkreis 11.02.2020 Von Sabine Lüers-Grulke

Mein ganz eigener Orkan

Am Samstagnachmittag erreichte mich die erste Nachricht: Hundeausbildung wäre für den Sonntagmorgen abgesagt; der Grund: „Sabine wütet.“ Wie bitte? Danach rissen die Witzeleien nicht mehr ab. Ausgerechnet der schlimmste Wintersturm seit Jahren trägt den Namen „Sabine“.

Die Namen kommen nicht von ungefähr. Hoch- und Tiefdruckgebiete tragen männliche und weibliche Vornamen. Das wechselt jährlich – Gottseidank. Wäre ja auch irgendwie ungerecht, wenn immer nur die Herren den Hochdruck verbreiten würden.

Tatsächlich kann man sich in diese Liste einkaufen. Um Namensgeber eines Tiefdruckgebietes zu werden, muss man knapp 200 Euro blechen. Für ein Hochdruckgebiet sogar noch 100 Euro mehr. Das liegt aber nicht daran, dass letzteres vielleicht beliebter ist, weil es statt Sturm und Regen doch eher Sonnenschein verspricht.

Nein, den Grund gibt das Institut für Meteorologie (bei dem man Namenspatenschaften anmelden kann) damit an, dass Hochdruckgebiete „eine deutlich längere Lebensdauer haben“ und deshalb länger auf den Wetterkarten verbleiben. Jedes Jahr würden durchschnittlich nur 50 bis 60 Hochs, aber dreimal so viele Tiefs getauft. Nun ja, ich hätte trotzdem das Hoch genommen ... wenn man schon Geld aus dem Fenster wirft. Allerdings war eine andere Sabine (mit Nachnamen Kaufmann) in diesem Fall die Urheberin.

Das übernächste Tiefdruckgebiet wird „Uta“ heißen. Da kann sich meine Schwägerin schon mal warm anziehen....

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Erstellt:
11. Februar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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