Auf den Regenschirm können wir noch nicht verzichten: Es ist vorerst kein besseres Wetter in Sicht. Foto: stock.adobe

Auf den Regenschirm können wir noch nicht verzichten: Es ist vorerst kein besseres Wetter in Sicht. Foto: stock.adobe

Landkreis 19.05.2021 Von Holger Lachnit

Meinung des Tages: Der Mai spielt April

Wie herrlich ist es doch in der Sonne. Welche Kraft ihre Strahlen bereits haben. Doch wehe, wenn sich eine Wolke vor sie drängt. Dann ist es plötzlich empfindlich kühl. Der vermeintliche Wonnemonat Mai spielt April.

Schauer wechseln sich mit sonnigen Abschnitten, hat man eben die Jacke ausgezogen, muss man sie in der nächsten Minute wieder anziehen.

Und es ist kein besseres Wetter in Sicht: Anstelle eines schönen Pfingsthochs zeigen die Prognosen von www.wetter.de immer wieder Tiefs, die mit einer lebhaften westlichen Strömung nach Deutschland kommen. Die Luftmassen, die mit ihr vom Atlantik kommen, sind kühl und feucht.

Die Ursache für den kühlen Mai ist laut RTL-Meteorologe Björn Alexander eine Besonderheit beim so genannten Jetstream, der wettersteuernden Höhenströmung: „Wenn der Jetstream bis weit nach Süden reicht, haben Tiefdruckgebiete ein leichtes Spiel, nach Deutschland zu kommen.“ Das zweite Problem: „Das Azorenhoch schafft es nicht, uns gegen dieses ausgeprägte Tiefdruck-Karussell einen Ableger zu schicken.“ Aktuell sei es das Tief „Lothar“, dass uns das Leben schwer macht.

Doch wie kommen wir aus dem Wetterschlamassel heraus? Das Azorenhoch müsste sich verstärken und einen Ableger zu uns nach Norddeutschland schicken. Außerdem müssten die Tiefs Richtung Atlantik abziehen, damit auf ihrer Rückseite warme Luft aus Südeuropa zu uns strömen kann.

Jetzt kommt die schlechte Nachricht: Eine solche Wetterlage ist derzeit höchst unwahrscheinlich.

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Erstellt:
19. Mai 2021, 07:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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