Es gilt, Wähler für sich zu gewinnen – da ist weniger manchmal mehr.  Foto: MaxWo - stock.adobe.com

Es gilt, Wähler für sich zu gewinnen – da ist weniger manchmal mehr. Foto: MaxWo - stock.adobe.com

Landkreis 17.08.2021 Von Manon Garms

Meinung des Tages: Die Inhalte sind entscheidend

Es ist Wahlkampf-Zeit. Auch politisch nicht so interessierten Menschen dürfte das spätestens dann auffallen, wenn überall die Wahlplakate von Parteien, Wählergruppen und ihren Kandidaten auftauchen.

Für die Kandidaten, Wählergruppen und Parteien stellt sich – insbesondere angesichts der Pandemie – die Frage, auf welchem Weg sie die Bürgerinnen und Bürger im Wahlkampf am besten erreichen. Wie aus einer Befragung der fünf Kandidaten und der einen Kandidatin für das Nienburger Bürgermeisteramt hervorgeht, ist es den meisten wichtig, sich so breit wie möglich aufzustellen und alle möglichen Kanäle zu bedienen.

Diese reichen von Wahlplakaten und Flyern über Pressearbeit und Auftritte in den sozialen Medien bis hin zum persönlichen Kontakt zu den Menschen – auf dem Wochenmarkt, bei Treffen mit Vereinen oder auch mal bei Bürgerinnen und Bürgern zu Hause.

Bei jedem Kanal gilt es, abzuwägen, ob es ein guter Weg ist, um potenzielle Wählende zu erreichen. Hat vielleicht der ein oder die andere in Corona-Zeiten doch große Bedenken, anderen Menschen bei einem persönlichen Gespräch nahezukommen? Und sind Wahlplakate nicht eigentlich eine viel zu große Belastung für die Umwelt? Natürlich besteht so etwas wie Gruppenzwang. Wenn fünf von sechs Kandidaten Plakate aufhängen, zieht der sechste vielleicht auch noch nach, um genau so präsent zu sein wie seine Mitbewerber.

Doch zu viel Präsenz auf allen Kanälen wird von manchen Bürgerinnen und Bürgern auch schnell als nervig empfunden. Für alle diejenigen, die gewählt werden wollen, empfiehlt es sich also, den goldenen Mittelweg zwischen Allgegenwärtigkeit und kompletter Zurückhaltung zu finden. Und was am allerwichtigsten ist: Nicht die Zahl der Plakate oder der Posts in den sozialen Medien entscheidet eine Wahl, sondern die Inhalte und – was insbesondere bei Kommunalwahlen nicht von der Hand zu weisen ist – die Person selbst.

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Erstellt:
17. August 2021, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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