Die Johanniter aus Landesbergen brechen in die Krisenregion auf. Foto: Johanniter

Die Johanniter aus Landesbergen brechen in die Krisenregion auf. Foto: Johanniter

Landkreis 29.07.2021 Von Jörn Graue

Meinung des Tages: Die Solidarität macht Mut

Die Folgen der Hochwasserkatastrophe im Südwesten Deutschlands sind dramatisch. Mit Blick auf Todesopfer und enorme materielle Schäden ist auch nach gut zwei Wochen nur schwer zu begreifen, welche zerstörerische Kraft das Wasser in den betroffenen Regionen entfaltet hat.

Was trotz der enorm schwierigen Lage allerdings für Lichtblicke sorgt und zugleich Mut macht, ist die enorme Solidarität der Menschen im Land für die Betroffenen vor Ort. Ob Geld- und Sachspenden oder die Reise in das Katastrophengebiet, um direkt mit anzupacken.

Bemerkenswert ist, dass sich längst auch Menschen aus dem Landkreis Nienburg einbringen. Wie berichtet, haben etwa Zwölftklässler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums ein Spendenkonto eingerichtet und der Bohnhorster Martin Wiehe hat mit weiteren Mitstreitern einen Transport von Tierfutter nach Rheinland-Pfalz organisiert. Die beiden Beispiele zeigen ein waches Bewusstsein und gute „Antennen“ für die Sorgen von Menschen, die sich in großer Not befinden.

Das Signal und die praktische Umsetzung von „Wir halten zusammen“ ist enorm wichtig. Es zeigt, dass in unserer Gesellschaft eben nicht, wie zuweilen beklagt wird, Egoismus und Gleichgültigkeit vorherrschen, sondern dass es auch viel Zusammenhalt gibt.

Einen großartigen Job machen auch die Helfer von Feuerwehr, THW, Rettungsorganisationen und Bundeswehr – ganz gleich, ob nun hauptberuflich oder ehrenamtlich. Dass einzelne Helfer nach Angaben vom THW-Bundesverband beschimpft und mit Müll beworfen worden sind, ist völlig indiskutabel und nicht zu entschuldigen. Wichtig ist, dass die Polizei in solchen Fällen sehr konsequent einschreitet.

Die Aufarbeitung der Hochwasserkatastrophe und der Wiederaufbau von Häusern und Straßen wird noch lange dauern. Jetzt ist weiterhin pragmatische Hilfe gefragt.

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Erstellt:
29. Juli 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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