Ob beim Spaziergang, im persönlichen Gespräch oder auch digital: Entscheidend ist, sich für den anderen zu interessieren. Foto: creativenature.nl - stock.adobe.com

Ob beim Spaziergang, im persönlichen Gespräch oder auch digital: Entscheidend ist, sich für den anderen zu interessieren. Foto: creativenature.nl - stock.adobe.com

Landkreis 02.08.2021 Von Jörn Graue

Meinung des Tages: Die Vielfalt der Kommunikation

Kürzlich kam ich mit einem Bekannten in ein längeres Gespräch. Die Themen spielten wir uns wechselseitig zu und ich hatte am Ende das Gefühl, dass es für uns beide ein wohltuender Austausch war.

Wie vielfältig und unterschiedlich Kommunikationswege doch sind, ging es mir später durch den Kopf. Ob lange E-Mails, noch längere Telefonate oder auf das Wesentliche reduzierte Videokonferenzen: In den zurückliegenden eineinhalb Jahren der Pandemie hat sich die Form des Austauschs schon deshalb immer wieder verändert, weil das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht bei geltenden Kontaktbeschränkungen nicht immer ohne Weiteres möglich war.

Wie bei so vielem anderen auch, hat jede Art der Kommunikation ihre eigenen Vor- und Nachteile. Hinzu kommen selbstredend die unterschiedlichen Vorzüge des Einzelnen: Der eine spricht gerne persönlich mit seinem Gegenüber, die andere übermittelt immer alles via Handy-Messenger und ein Dritter schätzt den Austausch in einer Videokonferenz. Die Vielfalt der kommunikativen Möglichkeiten, sofern denn technisch im Einzelfall praktikabel, sehe ich grundsätzlich als Vorteil an.

Im beruflichen Umfeld sind die Kommunikationswege schon ausgehend von örtlichen Gesichtspunkten oft vorgezeichnet, im privaten Umfeld lässt sich häufiger zwischen Alternativen wählen. Mit einer guten Freundin handelte ich zuletzt immer nach folgender Devise: „Wir machen, was nach den geltenden Coronaregeln erlaubt ist und bei dem wir uns beide wohlfühlen.“ Neben längeren Telefonaten waren das Spaziergänge und kürzlich der Besuch in einem Weinlokal.

Rückblickend war jede der Formen für sich genommen schön. Ob nun persönlich oder digital: Entscheidend ist, sich für den anderen zu interessieren und zu signalisieren: „Du bist mir wichtig und ich denke an dich.“ In den vergangenen Monaten waren es oft auch die überraschenden, kleinen Signale, die mich erfreut haben.

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Erstellt:
2. August 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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