Überraschend stießen am Dienstag zwei weitere Kandidaten zu den Bewerbern dazu, die die Onkes-Nachfolge antreten wollen. Foto: Garms

Überraschend stießen am Dienstag zwei weitere Kandidaten zu den Bewerbern dazu, die die Onkes-Nachfolge antreten wollen. Foto: Garms

Landkreis 28.07.2021 Von Holger Lachnit

Meinung des Tages: Drei Überraschungskandidaten

Drei Überraschungen hielt der Dienstag bereit: Es gibt weitere Konkurrenz bei den Bürgermeisterwahlen in Nienburg und in der künftigen Samtgemeinde Weser-Aue.

Dass in Nienburg mit Viktoria Kretschmer von der Linkspartei nun doch eine Frau kandidiert, ist eine gute Sache. Allein, große Chancen dürfte sie gegen ihre männlichen Mitbewerber nicht haben. Wahrscheinlich wird es wohl nicht einmal bis zur Stichwahl reichen. Gleiches gilt für Klaus Oestmann. Er tritt als Einzelbewerber ohne Partei im Rücken an und ist bislang weder politisch noch stadtgesellschaftlich in Erscheinung getreten. Die Nienburgerinnen und Nienburger kennen ihn höchstens vom Imbiss am Jawoll-Markt, wo er Bratwurst und Pommes verkauft.

Auch dass es für den Chefsessel im Lemker Rathaus nun zwei Bewerber gibt, ist eine gute Sache. Bürgermeisterwahlen, bei denen das Ergebnis von vornherein feststeht, weil nur ein Kandidat auf dem Wahlzettel steht, sind nicht gut für die Demokratie. Nun haben die Menschen aus Weser-Aue eine Alternative.

Allerdings gibt es dort mit Verwaltungsfachmann Wilfried Imgarten wohl einen Favoriten. Der Oyler Jörg Hille ist bislang lediglich als ehrenamtlicher FDP-Politiker in Erscheinung getreten und verpasste bei der Kommunalwahl 2016 den Einzug in den Kreistag. In das Kommunalparlament kam er lediglich, weil die eigentlich gewählten Beatrix Alhusen (Eystrup) und Petra Ahnemann (Hämelhausen) überraschend auf ihre Kreistags-Mandate verzichtet hatten.

Nun haben es die Wählerinnen und Wähler in der Hand, über die Chefposten in den Rathäusern von Nienburg, Lemke, Steimbke, Uchte und Steyerberg sowie über die Zusammensetzung von Kreistag, Stadtrat, Samtgemeinde- und Gemeinderäten zu entscheiden. Mein Appell lautet deshalb: Am 12. September wählen gehen!

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Erstellt:
28. Juli 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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